Der Mitarbeiter geht, das Wissen bleibt

Studentische Unternehmensberatung im Co-Innovation Lab berät Münchner Filmwerkstatt e.V. und hilft dem gemeinnützigen Verein Wissensverlust zu vermeiden.

Gemeinsam neue Strukturen entwickeln

Eine studentische Unternehmensberatung im Co-Innovation Lab der Hochschule München (www.co-inno-lab.org) entwickelt und implementiert in der Zeit zwischen April 2019 und Juli 2019 eine neue Struktur für das Wissensmanagement-Tool (TWiki) der Münchner Filmwerkstatt e.V.. Ziel des Projekts war die Selektion, Umstrukturierung und Sicherung von relevantem Wissen des Vereins.

Steigerung der Motivation

Um den Wissenstransfer zwischen wechselnden Mitarbeitern zu gewährleisten, wurde vor mehreren Jahren eine interne Wissensaustauschplattform erworben. Da diese Plattform jedoch nur unregelmäßig aktualisiert wurde, hatte die Organisation eine Intransparenz über ihre Informationen. Dies führte neben einer sinkenden Motivation bei der Nutzung der Plattform, zu Zeitverlust bei der Dokumentensuche auch zu Fehlern aufgrund der Verwendung von veralteten Wissen. Aus diesem Grund beauftragte die Münchner Filmwerkstatt e.V. die studentische Unternehmensberatung, repräsentiert durch Greta Avetyan, Franziska Strößner und Christian Bradl sowie ihrem Projektpartner Martin Müller (Lehrbeauftragter der Hochschule München).

„Frischer Wind“

Innerhalb von drei Monaten gelang dem Studierendenteam mit einer Vier-Phasen-Vorgehensweise (Understand the Problem, Prototype & MVP, Test & Validate, Optimize & Future Steps), welche agil durchlaufen wurde, sämtliche Projektziele zu erreichen. Nach der erfolgreichen Bestandsaufnahme und Sortierung des bisherigen Inhalts des Wissensmanagementwerkzeugs wurden Best Practices recherchiert, ausgewählt und kombiniert, um in einer geeigneten Struktur Wissensartikel zu sichern. Das durch mehrere Iterationsschleifen erreichte Ergebnis wurde auf einem neu aufgesetzten Server implementiert und mit konkreten operativen Handlungsempfehlungen für die Zukunft ausgestattet. „Wir arbeiten gern mit den Projektgruppen im Co-Innovation-Lab zusammen. Die Studierenden sind engagiert und bringen frischen Wind herein. Die Kooperation ist lehrreich für uns alle!“ (Velina Chekelova, Geschäftsführung der Münchner Filmwerkstatt e.V.)

Text / Foto(s): Prof. Dr.- Ing. Holger Günzel Link zu HM News

RIA GOEHLER – Partnervermittlung & Coaching: Ist digital unpersönlich?

Persönlich und digital. Brainnovative Consulting und RIA GOEHLER entwickeln Konzept für die persönliche Onlinepartnervermittlung der Zukunft.

Die klassische Partnervermittlung RIA GOEHLER e.K. (www.riagoehler.de) und Brainnovative Consulting arbeiteten im Rahmen eines Beratungsprojektes im Zeitraum von April bis Juli 2019 zusammen. Ziel dieser Kooperation war die Konzepterstellung einer persönlichen Onlinepartnervermittlung sowie die Entwicklung eines Stufenmodells zur schrittweisen Entwicklung von einer klassischen zu einer digitalen Partnervermittlung. Im Zentrum der Überlegungen stand, inwiefern digitale Elemente der Skalierung des Geschäftsmodells und der Gewinnung von Neukunden dienlich sind, ohne dabei die persönliche Note der bestehenden Partnervermittlung zu gefährden.

Das Geschäftsmodell in vier Stufen anpassen

Der Markt der Onlinepartnervermittlungen in Deutschland floriert und Anbieter wie Parship oder Elitepartner haben sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Die klassische Partnervermittlung RIA GOEHLER, welche auf persönliche Betreuung setzt, sieht sich im Zusammenhang mit Digitalisierung und Automatisierung mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Wie können mehr Neukunden gewonnen werden? Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung des bestehenden Geschäftsmodells? Mit diesen Problemstellungen beschäftigten sich die studentische Unternehmensberatung Brainnovative Consulting des Co-Innovation Labs (www.co-inno-lab.org) der Hochschule München repräsentiert durch Florian Jovy-Klein (Projektleiter), Franziska Oheimer und Simon Bömelburg sowie ihrem Coach Prof. Dr. Holger Günzel. Die Vorstellung eines Konzeptes für eine digitale, persönliche Partnervermittlung mündete in der Präsentation eines vierstufigen Phasenmodells, das schrittweise bei der Implementierung des Digitalisierungsvorhabens unterstützen wird.

Go digital, stay personal

Das Ergebnis der Kooperation verknüpft ein strategisches Konzept mit konkreten operativen Handlungsempfehlungen. Die strategische Ausarbeitung eines digitalen Service wird mit der Digitalisierung der internen Prozesslandschaft verknüpft, ohne dabei den persönlichen Charakter der Marke zu verlieren. Geschäftsführer Martin und Ria Goehler können die Ergebnisse des Beratungsprojektes direkt im unternehmerischen Kontext anwenden: „Die Diskussionen führten zu neuen Erkenntnissen und zukunftsweisenden Ideen, von denen einige unmittelbar im laufenden Unternehmen umsetzbar waren.“

Text / Foto(s): Prof. Dr.- Ing. Holger Günzel Link zu HM News

Münchner Filmwerkstatt e.V. im Co-Innovation Lab

Brainnovative Consulting entwickelt in einem zweimonatigen Projekt ein Konzept zur Verwendung des Google Ads Kontos der Münchner Filmwerkstatt e.V. (www.muenchner-filmwerkstatt.de) im Rahmen des Ad Grants Programms. Ziel des Projekts war die Konzeptualisierung und Implementierung einer langfristig erfolgreichen Google Ads Kampagne, um die Bekanntheit des Vereins zu steigern.

Die Münchner Filmwerkstatt ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der einerseits die Münchner Independent-Film-Szene fördert und andererseits Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Webinaren, Wochenendseminaren und längerfristigen Lehrgängen zu filmspezifischen Themenstellungen anbietet.

Nach mehreren Anläufen zur Anwendung des Ad Grants Programms beauftragte die Münchner Filmwerkstatt Brainnovative Consulting mit der Aktivierung des Google Ads Kontos des Vereins. Innerhalb von zwei Monaten gelang es mit einer Vier-Phasen-Vorgehensweise (Understand, Concept & Implement, Optimize & Enable, Finalize), welche iterativ durchlaufen wurden, sämtliche Projektziele zu erreichen.

„Unsere bisherigen Erfahrungen mit Beratungen sahen so aus, dass immer erst ein paar Tage oder Wochen vergingen bis das Projekt tatsächlich startete. Das Team von Brainnovative Consulting legte hingegen ein Tempo und Engagement an den Tag, welches mich immer wieder positiv überraschte.“ – Martin Blankemeyer, Vorstand der Münchner Filmwerkstatt e.V.

Neben einer Analyse des bisherigen Vorgehens wurden in einem ersten Schritt relevante Keywords recherchiert und ausgewählt, um die Reichweite zukünftiger Kampagnen zu steigern. Darauf wurden eine individuell angepasste und richtlinienkonforme Kampagnenstruktur erstellt. Parallel dazu verfasste das Projektteam einen Leitfaden zur Nutzung von Google Ads, der es den MitarbeiterInnen der Münchner Filmwerkstatt ermöglicht, das Ads Konto selbst zu verwalten. Zudem wurden die MitarbeiterInnen durch die Berater in persönlichen Schulungen weitergebildet, um eine selbstständige Kampagnenumsetzung nach Projektabschluss zu gewährleisten.

Text: Prof. Dr.- Ing. Holger Günzel / Foto(s): Florian Böhm Link zu HM News

„Monaco-Pepper“ soll Herzen erobern

HM-Studierende programmieren einen humanoiden Beratungsroboter für die Stadtsparkasse München

„Monaco-Pepper“ liefert Informationen, vereinbart Termine und macht Witze. Pepper ist aber kein Azubi in der Bankfiliale am Marienplatz, sondern ein von HM-Studierenden programmierter Roboter. Mit ihm könnte die Stadtsparkasse München (SSKM) Teile ihrer Finanzberatung digitalisieren. Das Projekt des HM Co-Innovation Lab wird als nächstes Aushängeschild des SSKM-Digital Centers am Marienplatz gehandelt.

Das niedliche Kerlchen ist als Roboter-Gefährte konzipiert, also auf die Interaktion mit Menschen ausgerichtet. Ohne entsprechende Feinjustierung ist er jedoch wenig nützlich. Bisher dient Pepper im Digital Center der SSKM vor allem zur Unterhaltung und um – einer Website ähnlich – zu informieren.

Pepper holt die KundInnen ab

Um Pepper in ihr operatives Geschäft einzubeziehen, beauftragte die SSKM die studentische Unternehmensberatung Brainnovative Consulting der HM. Im Rahmen des Co-Innovation Labs plante diese Pepper als digitale Schnittstelle zwischen KundInnen und FinanzberaterInnen. Die Umsetzung erfolgte durch ein interdisziplinäres Team aus Betriebswirtschafts- und Wirtschaftsingenieurstudierenden unter der Leitung der beiden Professoren Dr. Holger Günzel und Dr. Olav Hinz.

Pepper soll die KundInnen bereits von zuhause abholen. Via Chatbotfunktion kann er über die verschiedenen Angebote der SSKM informieren und Beratungstermine vereinbaren. Termin und KundInnenpräferenzen schickt Pepper direkt an die zuständigen BeraterInnen. Diese könnten mit den vorliegenden Daten gezielter ins Gespräch einsteigen und hätten durch den wegfallenden Verwaltungsaufwand mehr Zeit dafür. Erscheint die Kundschaft in der Filiale, erkennt Pepper sie – so der Plan – mittels eines mitgebrachten Codes. Eventuelle Wartezeiten überbrückt der Android mit Späßen.

Die Leitung der SSKM war von der Präsentation der HM-Studierenden sichtlich angetan und diskutiert derzeit, ob und wie der neue Monaco-Pepper zum Einsatz kommt.

Text: Prof. Dr.- Ing. Holger Günzel / Foto(s): SSKM – Link zu HM News