Being Smart: Wie Smart Meter in das tägliche Leben integriert werden können

Im Rahmen des Co-Innovation Lab an der Hochschule München entwickelten im Wintersemester 2021/2022 acht internationale Master- und Bachelorstudierende der Fachbereiche Betriebswirtschaft der Hochschule München und Informatik der Hochschule Tampere in Finnland gemeinsam mit den Stadtwerken München (SWM) ein zukunftsweisendes Konzept. Mittels des SWM Smart Meters auf Basis der bestehenden Smart Grid-Infrastruktur wurde My Health Tracker als Mehrwertdienst aufgesetzt.

Intelligent handeln
Um sich der Herausforderung eines neuen Mehrwertdienstes zu stellen, wandten sich die SWM, vertreten durch Dr. Maximilian Pohl (Neue Technologien und Cloud-Plattformen bei den Stadtwerken München), an das Co-Innovation Lab der Hochschule München. Das entstandene Programm unterstützt Krankenkassen, die Gesundheit älterer Menschen zu fördern und sie für gesundheitsfördernde Aktivitäten zu motivieren und zu belohnen.

Die Möglichkeiten ausschöpfen

Das Projektteam entwickelte eine Lösung, die einen zusätzlichen Mehrwert für die Nutzer des Smart Meter Gateways bietet. So können die Nutzer nicht nur wie bisher mehr Einblick in ihren Stromverbrauch gewinnen und ihr Verbrauchsverhalten bewusster steuern, sondern nun auch ihre Gesundheit durch die Aufzeichnung von Aktivitäten überwachen. Die My Health Tracker-App fungiert als Bindeglied zwischen dem Nutzer und seinem SWM Smart Meter Gateway und dessen Krankenkasse. Führt der Kunde eine gesundheitsfördernde Aktivität mit einem mit der App verbundenen Smart-Home-Gerät durch, werden die Daten über das Gateway aufgezeichnet und anschließend in der App registriert. Durch die verschiedenen Aktivitäten kann der Kunde Punkte in unterschiedlicher Höhe sammeln und diese direkt in der App gegen definierte Prämien eintauschen.

Projektteam (v.l.n.r): Eslam Hasaneen, Samira Hackl, Teemu Viikeri, Annika Lurz, Constantin Goetsch, Aleksi Muikku, Florian Spindler; fehlend: Silvia Niinimiäki)

Gemeinsam für mehr Wertschöpfung
Für die offen formulierte Herausforderung, durch die Nutzung der Infrastruktur des Smart Meter Gateways einen Mehrwert zu generieren, bietet der My Health Tracker weitreichende Vorteile für alle beteiligten Beteiligten, so Dr. Maximilian Pohl. “Jeder denkt automatisch an Hausautomatisierung oder das Aufladen von Elektroautos; darüber hinaus zu denken kann auch eine vorteilhafte soziale Auswirkung erzielen”.

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

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Autoren: Team PC 5

“MoLEnergy” verbessert die Verwaltung des Energieverbrauchs im Museum of London

Im Co-Innovation Lab der Hochschule München hat ein Team von Bachelor- und Masterstudierenden der Hochschule München und der Hochschule Tampere (Finnland) gemeinsam mit dem Museum of London an einem zukunftsweisenden Projekt gearbeitet. Die Anwendung MoLEnergy für Gebäudemanager des Museums sammelt und verwaltet Sensordaten aus dem Gebäude, um ein besseres Verständnis des Gesamtenergieverbrauchs zu erhalten.

Das Museum of London will bis 2040 CO2-neutral werden
Das Museum of London möchte einer der Vorreiter bei der Entwicklung eines intelligenten Gebäudemanagementsystems sein, das speziell auf die Bedürfnisse eines Museums zugeschnitten ist. Da Gebäude eine enorme Menge an Treibhausgasen in die Umwelt abgeben, möchte das Museum of London mit gutem Beispiel vorangehen und andere Museen dazu inspirieren, es ihm gleich zu tun. Daneben sollen auch Kosten gesenkt und die von der britischen Regierung gesetzten Netto-Null-Emissionsziele erreicht werden. Da das Museum of London ein neues Museum baut, bietet sich die Chance, Arbeitsweisen neu zu definieren und die Prozesse zu verbessern.

Große Chance, Kosten, Zeit und Energie zu sparen
Aktuell haben Facility Manager nur Zugang zu vereinzelten, historischen Daten und müssen sich auf Dritte verlassen, um ihre Berichte über die verschiedenen Stellschrauben des Energieverbrauchs im Gebäude zu erstellen. Daher benötigen sie eine skalierbare Lösung, die das Facility-Management-Personal einbindet und einen integrierten Überblick über alle relevanten Informationen bietet.

Projektteam (v.l.n.r): Juuso Melentjeff, Ebru Mersinli,
Alina Rothmeier, Vilma Pyrhönen, Maximilian Günzel,
Long Nguyen, Marco Gagliardi, Yannick Wörle, Toni Salminen
and Leevi Kukkula

MoLEnergy – eine Anwendung, die MoL bei der Verwaltung ihres Energieverbrauchs hilft
MoLEnergy ist eine mobile Anwendung, die es den Facility Managern des Museum of London ermöglicht, verschiedene Informationen auf der Grundlage der intelligenten Sensoren des Gebäudes einzusehen. Die App sammelt Daten über den Gesamt- und Grundlast-Energieverbrauch, bietet eine Liste von Warnungen bei abnormalen Werten, vergleicht den Energieverbrauch mit dem von gestern, der letzten Woche und dem des letzten Monats und zeigt gleichzeitig die damit verbundenen Kosten an, um einen Anreiz zum Energiesparen zu schaffen. Mit MoLEnergy wird das Museum in der Lage sein, sich besser mit dem Gebäude zu verbinden und die Entscheidungsfindung zu verbessern, um die Leistung des Museums zu optimieren, es effizienter zu machen und den CO2-Fußabdruck des Museums zu verringern. Die Geschäftsleitung ist von der neuen Lösung begeistert:
“Es war eine großartige Erfahrung, mit dem cleveren Studententeam an dieser sehr wichtigen Herausforderung für das Museum of London zu arbeiten. Die Energiemanagementlösung wurde in einem sehr soliden Produktentwicklungsprozess entwickelt, in dessen Verlauf wir auch eine hervorragende Kundenkommunikation und -beteiligung erhielten.” so Steve Watson.

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

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Autoren: Team PC2

“Meine Box-App”: Effizientes Nachfüllmanagement für Landwirte

Die Maschinenringe Deutschland GmbH konzipiert Verkaufsboxen, um Landwirten einen eigenständigen B2C-Vertriebskanal anzubieten. Der von den Studierenden der Hochschule München und Hochschule in Tampere (Finnland) entwickelte Prototyp der “Meine Box-App” bietet ein technologisch optimiertes Nachfüllmanagement der von Maschinenring bereitgestellten Verkaufsboxen.

Notwendigkeit nach einem effizienten B2C-Verkaufskanal
Die Idee von Verkaufsboxen entstand aus dem Wunsch der Landwirte, einen eigenständigen B2C-Verkaufskanal zu etablieren. Eines der größten Probleme von räumlich verteilten Verkaufsboxen ist jedoch die Logistik, da ein Landwirt nicht wissen kann, wie viel Vorrat in seiner Box noch vorhanden ist. Dies kann sowohl auf der Seite der Landwirte als auch auf der Seite der Endkunden zu Ineffizienzen führen, da die Landwirte möglicherweise Produkte nicht verkaufen können und die Kunden leere Verkaufskisten vorfinden.

Die Meine Box-App als technologische Lösung für das Nachfüllmanagement
Mit der neuen “Meine Box-App” können die Landwirte den Bestand ihrer Verkaufsboxen in Echtzeit verwalten. Die Bestandsverfolgung in der App ist zweigleisig: Sowohl aufgefüllte Produkte als auch verkaufte Produkte werden berücksichtigt, so dass die Informationen in der App jederzeit zuverlässig sind. Außerdem ist die App von überall aus zugänglich und erhöht die Effizienz, Nachhaltigkeit und technologische Optimierung des gesamten Verkaufsboxenprozesses.

TeilnehmerInnen des Projekts Katia Lachner, Verena Marx, Annika Würke, Fatma Korkmaz, Felix Wilhelm, Simon Nzanda, Tuuli Äyräväinen, Hanna Sepänmaa, und Jennina Färm mit Lena-Maria Russ (Machinenringe)

“Der Prototyp der Meine Box-App bringt alle Funktionalitäten mit, die wir für den Launch der App benötigen und das Team hat sogar noch Ideen für weitere Verbesserungen der App geliefert. Die Zusammenarbeit war einfach, da wir in mehreren Review-Meetings den aktuellen Stand und weitere Ideen besprechen konnten”, so Lena-Maria Ruß, Assistentin der Geschäftsführung der Maschinenringe Deutschland GmbH.

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
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Autoren: Team PC1

Kosteneffiziente Wege zum energieeffizienten Bauen mit Ecobuilder

Die Forschungsmisere für Architekten, Ingenieure und Bauunternehmer hat jetzt ein Ende. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat mit der Hochschule München und der Hochschule in Tampere (TAMK) in Finnland einen digitalen und interaktiven Weg entwickelt, um alle notwendigen Informationen über energieeffizientes Bauen zu erhalten. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Web-Anwendung entwickelt, die 19 Optimierungsansätze für kostengünstige und energieeffiziente Gebäude interaktiv, komfortabel und zeitsparend darstellt.

Ökonomische und ökologische Effizienz kommen zusammen
Energieeffiziente Gebäude nicht bezahlen zu können, ist eine häufige Meinung von Architekten und Planern. Es gibt jedoch zahlreiche Beispiele für bestehende Gebäude, die das Gegenteil beweisen. Die Suche nach diesen Beispielen war bisher sehr zeitaufwändig und stützte sich auf traditionelle Literatur wie Bücher. Das Bayerische Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (LfU) hat diese Praxisbeispiele in einem pdf-Dokument zusammengestellt, um die Informationsflut im Internet zu verringern und den Wissensmangel zu beheben.

Beispiel eines Team-Meetings: Julia Sander, Sarah Bachsleiter, Paula Vogel, Nana Amanyame, Philipp Gierstorfer, Jani Äikäs, Valona Shabani, Martti Mustonen, Eetu Niittymäki

Mehr Publikum mit interaktiven Tools
Um die zusammengestellten Informationen ansprechender zu gestalten, hat sich ein interdisziplinäres Team aus neun Studierenden der Fachrichtungen Betriebswirtschaft und Informatik der Hochschule München und der Hochschule Tampere dieser Herausforderung gestellt und einen benutzerfreundlichen und interaktiven Prototyp entwickelt.
Das Webtool trägt den Namen Ecobuilder – Building economically & ecologically und bietet dem Nutzer alle Lösungen zu bestehenden Ansätzen für bezahlbares und energieeffizientes Bauen. Die Informationen werden auf intuitive und anschauliche Weise präsentiert, was die Recherche zeitsparender macht.

Das Publikum ansprechen und zum Handeln ermutigen
Das Webtool beginnt mit einem Überblick über die drei Hauptthemen: technische, planerische und organisatorische Lösungen. Jedes Thema wird mit einem Überblick über ein Haus fortgesetzt, und durch Anklicken eines bestimmten Teils erhalten die Nutzer alle Informationen über Vorteile, Kosteneinsparungsmöglichkeiten, Tipps, mögliche Herausforderungen und vieles mehr. Mit dieser Anwendung haben die Nutzer auch die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Lösungen zu teilen. Außerdem können die Nutzer Lösungen in ihrer persönlichen Bibliothek speichern und weitere Informationen im Literaturbereich finden.

Nach der Präsentation der Ergebnisse bei den Auftraggebern, Herrn Tobias Unger und Herrn Stephan Leitschuh, waren diese von dem fertigen Produkt sehr begeistert: “Es war überraschend, dass in so kurzer Zeit ein funktionierendes Online-Tool entstanden ist. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und unkompliziert. Durch die Arbeit des Arbeitskreises haben wir nun einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht, um unsere Projektergebnisse der Zielgruppe bestmöglich zur Verfügung zu stellen”, so Herr Unger vom LfU.


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Autoren: Team PC3

Mit EcoScope in Richtung CO2-Neutralität

Mit EcoScope erhalten kleine und mittlere Unternehmen ein neues Werkzeug, um ihren CO2-Fußabdruck abschätzen zu können und nützliche Empfehlungen zur Erreichung der Klimaziele zu generieren. Damit entsteht ein weiterer Baustein in der Strategie der Stadt München mit der die Stadt bis 2035 klimaneutral werden kann.


Weltweit steigen die CO2-Emissionen kontinuierlich an. Die Folgen wie steigende Meeresspiegel, Artensterben und immer mehr Klimakatastrophen werden spürbar. Darüber hinaus geben laut einer Studie ca. 65% der deutschen KMUs an, dass ihnen das Wissen über geeignete Maßnahmen fehlt.

Essentieller Bestandteil der Münchner Klimastrategie

Um das Ziel der Klimaneutralität in München bis 2035 zu erreichen, ist ein Engagement der kleinen und mittleren Unternehmen erforderlich. Mit EcoScope wird KMUs ein innovatives Tool zur Verfügung gestellt, welches diese dazu befähigt ihren Teil zum Klimaziel der Stadt München beizutragen und langfristig einen Unterschied zu machen. Somit profitieren alle Beteiligten – die KMU’s, die Stadt München und ihre Bürger und die Umwelt!

“Im Referat für Arbeit und Wirtschaft unterstützen wir Unternehmen in München dabei, ihr Geschäft so nachhaltig und klimafreundlich wie möglich zu betreiben. Wir freuen uns sehr, dass wir nun ein innovatives Instrument anbieten können, das Unternehmen bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Klimaneutralität helfen kann” verkündet Christian Rothe vom Referat für Arbeit und Wirtschaft in München.

Das Projektteam bei der virtuellen Abschlusspräsentation im Januar 2021 (v.l.n.r.) 1. Reihe: Florian Mittermeier – Team Developer (BWL); Korbinian Knöller- Team Developer (BWL); Alina Buck – Team Product Owner; Isabell Fetzer – Team Scrum Master
(v.l.n.r.) 2. Reihe: Michelle Theo-Peters – Team Developer (BWL), Riccardo Ferraro – Team Developer (BWL); Anil Gezer – Team Developer (BWL). Auf diesem Bild fehlend: Jaakko Heinsuo, Joni Rintala, Tero Jussinniemi, Eemeli Allisto

Wissen schaffen und Orientierung geben

Neben der Orientierungshilfe für KMUs dient EcoScope durch Hintergrundinformationen als umfassende Lösung zur Sensibilisierung und Wissensbildung des zugrundeliegenden Themas. Durch praktische Tipps und Tricks zur Reduktion von CO2 Emissionen werden KMUs an die Hand genommen, um erste Schritte in Richtung Klimaneutralität zu gehen.

Transparenz über den CO2-Fußabdruck

Durch eine gezielte Abfrage von Emissionsdaten wird automatisch der CO2-Fußabdruck anhand von Emissions-Umrechnungsfaktoren berechnet. Dieser ermöglicht den Unternehmen Transparenz über ihre Emissionen und bietet somit eine klare Entscheidungshilfe an welchen Stellen CO2 eingespart werden kann.


Im Rahmen des Co-Innovation Lab der Hochschule München entwickelte ein interdisziplinäres Team aus elf Studierenden der Hochschule München sowie der finnischen TAMK Universität für das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Stadt München ein webbasiertes Tool für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Ziel dabei war es, KMUs neben der Möglichkeit zur Erfassung von CO2 Emissionen eine Hilfestellung mit relevanten Infos zu diesem Thema an die Hand zu geben.

An dem Projekt beteiligte Personen: Prof. Dr. Günzel (HM), Prof. Dr. Brehm (HM), Anne-Mari Sainio (TAMK), Teemu Heinimäki (TAMK), Gabriel Cevallos (HM), Maximilian Günzel (HM), Lars Schmitz (AWS), Hans-Jürgen Haak (HM), Christian Rothe (Projektpartner der Stadt München), Behboud Kalantary (AWS).

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
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Autoren: Team PC4

“RecycLearn” unterstützt Münchner bei der richtigen Mülltrennung

Im Rahmen des Co-Innovation Lab hat ein Studierendenteam für die Stadtwerke München (SWM) eine Smartphone-Applikation entwickelt, die die Münchner Bürgerinnen und Bürger über Recyclingprozesse und lokal geltende Vorschriften für die Abfallwirtschaft aufklären soll. Durch Bilderkennung informiert “RecycLearn” die App-Nutzer, wie und wo sie ihren Hausmüll richtig entsorgen können. Mit dieser innovativen Lösung fördern die SWM, die Hochschule München und die Hochschule Tampere (TAMK) in Finnland den Übergang zu einer Circular Economy.

SWM will die Stadt München dabei unterstützen, bis 2035 klimaneutral zu werden
Nachdem die Landeshauptstadt München 2019 den Klimanotstand ausgerufen hatte, sagten die SWM zu, ihre Stadt bei der Mission zu unterstützen, in den Bereichen Mobilität und Energie klimaneutral zu werden. Ein Artikel über Urban Mining inspirierte das öffentliche Dienstleistungsunternehmen dazu, einen Weg zu finden, die Recyclingquote in München zu erhöhen, um mehr Rohstoffe im Stoffkreislauf zu halten, anstatt diese wertvollen Ressourcen aus der Erde zu holen. Um dieses Problem anzugehen, beschlossen die SWM, mit dem Co-Innovation Lab der Hochschule München zusammenzuarbeiten, und forderten ein internationales Studententeam von 10 Bachelor- und Masterstudenten aus den Bereichen Wirtschaft und IT der Hochschule München und der TAMK auf, eine kreative Lösung zu entwickeln.


München produziert zu viel Restmüll
Nach Angaben der Abfallwirtschaft München (AWM) lag die Recyclingquote in München im Jahr 2020 bei 56,3 % und der größte Teil des in der Stadt München weggeworfenen Mülls war Restmüll. In Zahlen ausgedrückt macht der Restmüll ca. 314.265 t (201 kg pro Person) der 573.982 t gesammelten Abfälle im Jahr 2020 aus. Da dieser zum größten Teil verbrannt wird, sind die verwendeten Materialien für immer verloren. Um die Recyclingquote zu erhöhen, müssen die Münchner Bürgerinnen und Bürger daher zu einem verantwortungsvollen und bewussten Handeln bei der Mülltrennung befähigt werden. Doch was hält sie davon ab, ihren Abfall noch gründlicher zu trennen? Bei einer Befragung zum Recyclingverhalten der Bürgerinnen und Bürger zeigte sich, dass sie sich mit der Mülltrennung oft schwer tun, weil sie nicht wissen, wie und wo sie ihren Abfall entsorgen sollen, zumal es je nach Wohnort unterschiedliche Regelungen und Vorschriften gibt.


“RecycLearn” befähigt die Bürger durch Bilderkennung zum besseren Recycling
Mit “RecycLearn” hat das Studierendenteam eine interaktive Anwendung entwickelt, die Menschen aller Altersgruppen Informationen über Recyclingprozesse vermitteln soll. Durch einfaches Hochladen oder Fotografieren des zu entsorgenden Produkts oder der Produktverpackung erkennt die Bilderkennungssoftware die Produktkategorie auf der Grundlage einer angeschlossenen Datenbank und liefert Informationen über die im Produkt enthaltenen Rohstoffe. Außerdem wird angezeigt, wo und wie die gescannten Produkte oder Verpackungen korrekt entsorgt werden können. Darüber hinaus schärft die Anwendung das Bewusstsein für eine saubere und umweltfreundliche Stadt München, indem sie Aufklärungsinhalte enthält, die Hinweise zum Abfallmanagement geben oder Wege aufzeigen, wie häufige Recyclingfehler vermieden werden können.
Stella Wilcke, IT Innovation Hub Facilitator und Cloud Business Consultant bei den SWM, ist von der Lösung überzeugt: “Die RecycLearn-App vermittelt mit ihren Tipps wertvolles Wissen zum Thema Recycling und ist dank der Bilderkennung auf dem Smartphone sehr einfach zu bedienen. Die SWM können so die Münchner Bürgerinnen und Bürger in ihrer Eigenverantwortung unterstützen, einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduzierung von Abfällen zu leisten.”

Virtuelles Meeting mit SWM (v.l.n.r: Jani Koski (TAMK), Philomena Pfaffenberger (HM), Stella Wilcke (SWM), Patrik Sipi (TAMK), Terhi Salonen (TAMK), Tim-Robin Burghardt (HM), Maksim Kurdyumov (HM), Ricardo Pereira da Silva Fernandes (HM), Vanessa Veselinovic (HM)

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München:

Autoren: Team PC6

IoT Payment als innovatives Instandhaltungs- und Bezahlungskonzept für das Gebäudemanagement des “Museum of London”

Studierende der Hochschule München entwickelten im Rahmen des Co-Innovation Lab ein auf IoT basierendes Instandhaltungs- und Bezahlungskonzept für das Museum of London (MOL). Dieses ermöglicht dem Gebäudemanagement eine transparente Instandhaltungsübersicht der Gebäudeanlagen sowie eine sekundenschnelle Bezahlung an die Dienstleister.

Das Projektteam Helena Sporer (oben links), Sebastian Maune (oben rechts) und Yi-Ling Lee (unten rechts) während eines Status Calls mit Steve Watson (unten links), dem Technical Building Lead des Museum of London. Bildrechte: Yi-Ling Lee

Das Museum of London – ein Wahrzeichen mit steigendem Digitalisierungsstreben
Das Museum of London gilt als eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt und ermöglicht allen Interessierten einen Einblick in die Londoner Stadtgeschichte. In naher Zukunft wird das Museum den Standort wechseln und nach Smithfield umziehen. Das dort entstehende „Neue Museum of London“ soll auf einem Smart Building Konzept basieren und somit dem Digitalisierungstrend sowie der Energieeffizienz gerecht werden.


Instandhaltungsarbeiten an Gebäudeanlagen – ein Prozess mit Optimierungspotenzial
Die Durchführung der Gebäudeinstandhaltung und damit verbundene Verwaltungsprozesse stellen eine große Herausforderung für jedes Facility Management Team dar, ob intern oder extern. Zeitliche Beschränkungen, Personalkapazitäten und die fehlende Interoperabilität von Gebäudesystemdaten stehen einem transparenten Verständnis der Instandhaltungsleistung in einem Gebäude entgegen. Diese Probleme zeigen die Möglichkeit und Notwendigkeit auf, die Gebäudeinstandhaltungs- und Bezahlungsprozesse zu optimieren.

IoT Payment – ein innovativer Lösungsansatz des Co-Innovation Labs
Damit die genannten Herausforderungen nicht auf das „Neue Museum of London“ übertragen werden, entwickelte das Co-Innovation Lab eine theoretische Prozessoptimierung im Sinne des IoT Payments. Mithilfe von IoT-Sensoren werden Daten über die durchgeführten Instandhaltungsarbeiten an Gebäudeanlagen, worunter beispielweise Lüftungsgeräte fallen, erfasst. Im Anschluss werden die Daten in einer cloudbasierten Datenbank präzise nach den SFG20-Vorschriften, ein maßgeblicher Standard für geplante Instandhaltungen, analysiert. Bei vollständiger Instandhaltungsleistung auf Basis der Analyseergebnisse veranlassen die IoT Sensoren automatisch die Bezahlung über das innovative Instant-Payment-Verfahren. Insgesamt profitiert das Gebäudemanagement insofern von diesem Lösungsansatz, als dass manuelle Kontrollen durch die Facility Manager obsolet werden, Instandhaltungen der Gebäudeanlagen transparent dargestellt werden und Bezahlungen in Sekundenschnelle sowie ausschließlich bei 100% durchgeführten Instandhaltungsarbeiten erfolgen.


Fortführung des IoT-Konzepts – ein Grundstein für die Umsetzung zu einem realen Prototypen

Mit der Konzeption des theoretischen Lösungsansatzes wurde der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit des Museums of London mit dem Co-Innovation Lab geschaffen. Im nächsten Schritt gilt es, das entwickelte IoT-Konzept mittels externer IT-Expertise oder im Rahmen einer weiteren studentischen Innovation Challenge in einen realen Prototypen umzusetzen. Der bisher entwickelte Lösungsansatz übertraf zudem die Erwartungen des Gebäudemanagements und offerierte erste Impulse für neuartige Denkweisen in dieser Industrie, was letztlich die zukünftige Kooperation begünstigt: “It’s a real world problem that when you present ideas that require people to change their mindset, you will meet with closer scrutiny and resistance. […] But you handled it all very well and you should be very proud of your work. It will be interesting if, in a few years, this could be a new established way of working in the FM industry […].” – Steve Watson (Technical Building Lead des Museum of London)

Autoren: Helena Sporer, Sebastian Maune, Yi-Ling Lee

Mehr Transparenz im Kundenmanagement

Studierende des Co-Innovation Lab der Hochschule München haben in Zusammenarbeit mit Desoutter Industrial Tools eine digitale Lösung entwickelt, in der sich geschäftsrelevante Daten aus internen und externen Informationsquellen zentral und aussagekräftig visuell darstellen lassen, um den Arbeitsalltag eines Vertriebsmitarbeiters effizienter und erfolgreicher zu gestalten.

Gemeinsames Abendessen als Projektabschluss
(v.l.n.r.: Simon Halbig, Yannick Fraunberger, André Pöppe, Maximilian Djermester, Dr. Matthias Heitz)

Hört man sich in Unternehmen um, so stehen Vertriebsverantwortliche oftmals vor der gleichen Frage: Wo finde ich die richtigen Daten? Aber gerade in der Verwaltung bestehender und potenzieller Kunden ist eine zentrale Datengrundlage essenziell, um strategische und erfolgreiche Maßnahmen ergreifen zu können. Drei Studierende machten sich auf die Suche nach einer adäquaten Lösung. 

Daten, Daten, Daten – Aber wo & wie?

„SAP C4C is the single point of truth“. So wurde mehrmals das zu lösende Problem im Unternehmen beschrieben. Interne Vertriebsdaten werden zwar gesammelt, eine gegenseitige Verknüpfung dieser findet jedoch nicht statt. Auch die Relevanz externer Datenquellen für die Neukundengewinnung wurde bereits erkannt, passend integriert und genutzt werden diese aber bisher nicht. Folgenschwer für Vertriebsverantwortliche, denen ein holistisches Bild über den Datenbestand und damit einhergehend entscheidungsrelevante Informationen im Arbeitsalltag fehlen.

Eine Herausforderung, mit der auch Herr André Pöppe als Global Business Manager von Desoutter Industrial Tools konfrontiert wird und deshalb dies als spannende Projektaufgabe für das Co-Innovation Lab der Hochschule München in Auftrag gibt. Das Coaching übernahm Herr Dr. Matthias Heitz.

Alles auf einen Blick

Mit der digitalen Lösung des Projektteams lässt sich künftig eine zentrale Datengrundlage bestehend aus internen und externen Informationsquellen für das Kundenmanagement herstellen und weiterverarbeiten. Die Datenverwaltung wird dabei durch verschiedene Funktionen unterstützt. Relevante qualitative Informationen wie Erfolgsgeschichten sowie Standort- und Kontaktdaten bestehender Kunden können nun im Portal abgerufen und quantitative Kennzahlen unter Verwendung von Linien-, Balken- oder Tortendiagrammen nach Präferenz visualisiert werden. Die Diagramme können entsprechend in einer zweiten Funktion für Kommunikationszwecke spezifiziert und exportiert werden. Die Kundenneugewinnung wird durch eine interaktive Landkarte unterstützt, in der durch verschiedene Filterwahlen passende, potentielle Kunden identifiziert werden können. Zudem lassen sich nun kundenspezifische Lieferkettenstrukturen mit den teilnehmenden Akteuren in einem interaktiven Netzdiagramm widerspiegeln und kollaborativ aktualisieren. Dienstleistungen wie eine persönliche Vertriebsbilanz für das Erfolgsmanagement, eine Kundenvergleichsfunktion sowie eine Chat- und Notizfunktion runden die Kundenmanagementplattform ab.

Das Kundenteam zeigte sich mit dem Resultat zufrieden: „The student consultant team got to grips with the complex matter in a remarkably fast manner, conducted analyses and created a very convincing mockup. This demo captures all the elements that are important to us, which a suitable CRM or a complementary add-on must offer for efficient use“, so André Pöppe.

Anerkennung gab es auch durch den Global Key Customer Manager Glenn Heed. Er ergänzte: „With the work done by the team we can now see a path how to make this analyze and how to display it in a useful way to be able to get the full potential of existing customers and their tiers.“

Autoren: Simon Halbig, Yannick Fraunberger, Maximilian Djermester

Mit “FlOhrin” in die hybride Zukunft von Bildungseinrichtungen

In Kooperation mit dem Münchner Startup Binaurics Audio GmbH hat das studentische Consulting-Team den Einsatz des innovativen Audio Portation Produkts FlOhrin im Universitätssektor evaluiert.

(v.l.n.r.: Elena Schmauz, Lena Auer und weitere Probanden)
Studierende in Interaktion mit FlOhrin bei einem hybriden Prototyp-Testing an der Hochschule München
(Foto: Marie-Luis Jäger)


In der aktuell vorherrschenden Online- und Hybridlehre sehen sich sowohl Studierende als auch Dozierende täglich mit der Herausforderung der Verbindung der „online und offline Welt“ konfrontiert. Das Audio Produkt „FlOhrin“ der Binaurics Audio GmbH stellt hierfür eine Lösung dar. Im Zuge des Co-Innovation Lab untersuchten drei Masterstudentinnen deshalb die mögliche Einführung des drei-dimensionalen Audio-Avatars in den Universitätssektor. So bot sich dem studentischen Team die spannende Möglichkeit, den Markt zu evaluieren, Stimmen der Zielgruppe zum Produkt direkt an der Hochschule München einzuholen, um so eine Grundlage für den Markteintritt von FlOhrin in den Universitätssektor zu erarbeiten.

FlOhrin – natürliche Kommunikation im hybriden Lernumfeld
Im Wintersemester 2021/22 widmeten sich in enger Zusammenarbeit mit Detlef Wiese (CEO Binaurics) und Kathya García (Marketing Assistent Binaurics) unter dem Coaching von Prof. Dr. Holger Günzel, Lena Auer, Marie-Luis Jäger und Elena Schmauz der Analyse des Universitätssektors, der als weiteren Eintrittsmarkt für den audiovisuellen Avatar FlOhrin dienen soll. Mit FlOhrin wird das Bedürfnis nach natürlicher Kommunikation sowie sozialer Verbundenheit zwischen den hybriden Teilnehmenden adressiert. Stellvertretend für die Studierenden oder Mitarbeitenden zu Hause nimmt FlOhrin an der Vorlesung vor Ort teil und überträgt die Gespräche 3-dimensional. Die Audio Portation hilft so unter anderem den Dozierenden die Lücke zwischen online- und offline Teilnehmenden zu überbrücken. „Ausgehend von einer klaren Definition der Aufgabe hat das Co-Innovation Lab Team eine Arbeitsumgebung und eine Beziehung zu uns geschaffen, die kontinuierliche Fortschritte zeigte. Die unternommenen Schritte waren iterativ und zielgerichtet auf unseren Nutzen zugeschnitten. Bei einer weiteren Aufgabe im Bereich Marketing oder Business Development würden wir uns wieder für sie entscheiden.“ – Detlef Wiese, CEO und Gründer


Mit Prototyp-Testing und Interviews zu Einblicken in den neuen Zielmarkt
Ziel des Projekts war, auf der Grundlage einer detaillierten Markt- und Kundenanalyse eine Basis für eine Markteintrittsstrategie für FlOhrin im Hochschulbereich zu entwickeln. “Das vom Team des Co-Innovation Lab zur Verfügung gestellte Material ist für meine Marketingaufgaben sehr nützlich. Ich kann es so verwenden, wie sie es erstellt haben, und werde es weiterhin aktualisieren und verbessern, wenn das Unternehmen sein Produktportfolio erweitert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und würde gerne wieder mit ihnen zusammenarbeiten, wenn sich die Gelegenheit ergibt.” – Kathya García, Marketing-Assistentin

Autorinnen: Marie-Luis Jäger, Lena Auer, Elena Schmauz

Junge BiertrinkerInnen erreichen – Co-Innovation Lab schnürt Maßnahmenpaket für Juliusbräu

„Wie können wir die jungen Leute erreichen?“ – Eine Frage und Aufgabenstellung, welche das Neuburger Traditionsunternehmen Juliusbräu seit langem beschäftigt. Die mittelständische Brauerei entwickelt ihre Produktpalette und Technologien zunehmend weiter. Nun gilt es auch Marketing und Vertrieb zu innovieren, um jüngere Zielgruppen anzusprechen. Hierzu beraten vier Studierende des Co-Innovation Lab der Hochschule München unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing Holger Günzel.

Kick-Off Termin mit Brauereiführung in Neuburg. Prof. Dr.-Ing Holger Günzel (Projektverantwortlicher), Kurt Müller (Stiftungsvorstand), Mara Ciurletti (Beraterteam), Patrizia Pfab (Beraterteam), Felicia Vallazza (Beraterteam), Gabriele Bauer (Brauereichefin), Florian Lindner (Braumeister) (v.l.n.r.) Bildrechte: Mara Ciurletti

Wie können Traditionsunternehmen junge Zielgruppen ansprechen?

Im digitalen Zeitalter erreicht man die Generation Z und Alpha, die für Brauereien relevanten jungen Erwachsenen zwischen 16 und 26 Jahren, zunehmend schwieriger über traditionelle Kommunikations- und Werbewege. Marketing und Vertrieb eines Traditionsunternehmens müssen sich stetig weiterentwickeln und neue Berührungspunkte zwischen KundIn und Unternehmen geschaffen werden, um dem Trend der Digitalisierung zu folgen.

Tradition trifft Zukunft

Ein Team vier junger Innovations- und Marketing Masterstudierenden Sebastian Braun, Mara Ciurletti, Patrizia Pfab und Felicia Vallazza entwickelten in zwei Monaten eine Vision und ein Maßnahmenpaket, um junge NeuburgerInnen auf die Marke Juliusbräu aufmerksam zu machen, als treue KundInnen zu gewinnen und emotional an die Marke zu binden.

Dabei trifft Tradition auf Zukunft. Altbewährte Vertriebswege wie beispielsweise der Rampenverkauf direkt ab Lager oder Werbung in Printmedien müssen laut dem Beraterteam um zielgruppenspezifischere Maßnahmen ergänzt werden. Hierfür erarbeitete das Team Handlungsempfehlungen für den Social Media Auftritt auf Instagram (@juliusbraeu_neuburg), sowie verschiedene Event-Formate und ein Kundenbindungsprogramm „Young-Julius“.  

Eine Zusammenarbeit mit Einblicken in die jungen Generationen

Virtueller Abschlusstermin mit Vorstellung der Handlungsempfehlungen. Patrizia Pfab (Beraterteam), Felicia Vallazza (Beraterteam), Sebastian Braun (Beraterteam), Mara Ciurletti (Beraterteam), Kurt Müller (Stiftungsvorstand), Gabriele Bauer (Brauereichefin), Florian Lindner (Braumeister), Prof. Dr.-Ing Holger Günzel (Projektverantwortlicher) (v.l.n.r.) Bildrechte: Felicia Vallazza

Die interessante Zusammenarbeit ermöglichte es den Studierenden zu lernen, Veränderungsprozesse anzustoßen und Marketing- und Vertriebsstrategien zu verjüngen. Gleichzeitig konnte das Team von Juliusbräu neue Erkenntnisse zu zielgruppenspezifischem Marketing erhalten. Frau Gabriele Bauer, Chefin der Brauerei Juliusbräu, bestätigt dies: „Uns hat die Zusammenarbeit mit dem Studententeam, das sehr engagiert gearbeitet hat, sehr gut gefallen. Besonders wichtig war für uns zu erleben, welchen Zugang junge Menschen zu Informationen nutzen und wie wir das in unsere tägliche Kommunikation einbinden können. Es ist sehr interessant, dass sowohl traditionelle Verhaltensweisen wie auch vollkommen andere Kommunikationsmuster sich zu einer neuen Sicht des direkten Umfeldes verbinden. Hierauf zu reagieren ist für uns als regionale Brauerei besonders wichtig.“

AutorInnen: Patrizia Pfab, Felicia Vallazza, Sebastian Braun, Mara Ciurletti