ImpactLens: Nachhaltigkeit von Startups bewerten – datenbasiert und effizient 

Wie lassen sich Startups systematisch nach gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien bewerten – insbesondere mit Blick auf ihre Eignung als nachhaltige Investments?
 Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Innovationsprojekts im Co-Innovation Lab der Hochschule München. Im Sommersemester 2025 entwickelte ein interdisziplinäres Studierendenteam gemeinsam mit dem Kooperationspartner AgriFoodTech Venture Alliance (AVA) das digitale Analysetool ImpactLens – eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform zur Bewertung von Startups Environmental, Social und Governance (ESG)-Kriterien im Agrar- und Ernährungsbereich.

Kooperationspartner AVA – Investor für nachhaltige Agrar- und Ernährungslösungen

Die AVA ist ein Joint Venture der BayWa AG, der Bindewald & Gutting Mühlengruppe und MULTIVAC. Ziel ist die Förderung von Startups entlang der gesamten Landwirtschafts- und Lebensmittelwertschöpfungskette, um sich als starker Innovationspartner im AgriFoodTech-Sektor zu positionieren. Die Investitionsprojekte tragen unter anderem zur Verbesserung der Klimaverträglichkeit in den Bereichen Produktion, Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln bei.

Das Team hinter ImpactLens (oben von links): Korbinian Paril, Tom Braunfels (AVA), (unten von links) Celine Fischer, Erik Sirch, Jan Westermann …
… Katharina Sauro, Victoria Schwinghammer

Herausforderung: Nachhaltigkeitsbewertungen sind komplex und zeitintensiv

Die Bewertung der Nachhaltigkeitswirkung von Startups im AgriFoodTech-Bereich ist bisher mit hohem Aufwand verbunden. Informationen liegen meist unstrukturiert vor, etwa in Form von Pitchdecks oder Präsentationen, was eine objektive Einschätzung erschwert. Für Investoren und Investorinnen bedeutet das: viele Einzelquellen, keine einheitlichen Standards und hoher manueller Aufwand. 

ImpactLens – automatisierte ESG-Analyse mit KI

ImpactLens ist ein KI-gestütztes Tool zur automatisierten Nachhaltigkeitsbewertung von Startups. Die Datenbasis der Analyse bildet ein vom Projektteam entwickelter Fragebogen. Dieser umfasst 32 Kennzahlen, aufgeteilt auf die fünf Wirkungsbereiche Company Overview, Governance & Transparency, Social Responsibility, Environment & Climate und Profitability.
Anschließend dient er der KI als Datenbasis für die automatisierte Bewertung. „ImpactLens hilft uns dabei, die Nachhaltigkeitswirkung datenbasiert sichtbar zu machen auf Grundlage eines präzisen, praxisnahen KPI-Designs“, sagt Tom Braunfels von AVA.

Durch die Plattform können Investoren nun fundierte Entscheidungen treffen, die nicht nur effizient, sondern dank Benchmarking auch direkt vergleichbar sind.

About the Co-Innovation Lab

This solution was designed in a project of the Co-Innovation Lab of Hochschule München guided by the lecturers Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Johannes Ebke and Mr. Hans-Jürgen Haak. The Co-Innovation Lab offers students a virtual platform for learning how to work as a consulting team by creating temporary partnerships between companies, students, and lecturers.

For more information about the Co-Innovation Lab, contact holger.guenzel@hm.edu or lars.brehm@hm.edu.

  • Project results:
  • Project Team: ImpactLens

Radlytics: Datenbasiert zu mehr Sicherheit im Radverkehr

Mithilfe von Radlytics können erstmals Korrelationen zwischen Risikofaktoren im Radverkehr erkannt werden. Auf dieser Grundlage können präventive Maßnahmen abgeleitet und politische Entscheidungen gezielt angestoßen werden. Damit unterstützt es das Ziel der Vision Zero, nach der es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten im Radverkehr geben soll. Das Tool wurde gemeinsam mit Studierenden der Hochschule München und dem ADFC Bayern e. V. entwickelt. Es verarbeitet Unfalldaten, Wetterinformationen und Abstandsmessungen. Auf dieser Grundlage können Unfallmuster analysiert und politische Forderungen datenbasiert untermauert werden.

Mehr Sicherheit durch datenbasierte Analyse

Trotz des steigenden Radverkehrs bleiben Sicherheitsrisiken auf Bayerns Straßen ein gravierendes Problem. Fast jeder fünfte Verkehrstote in Bayern ist auf dem Fahrrad unterwegs – und das, obwohl die Anzahl der Gesamtverkehrstoten rückläufig ist. Der ADFC Bayern e. V. stand vor großen Herausforderungen: Oft fehlten belastbare Daten, geeignete Werkzeuge, technische Ressourcen und personelle Kapazitäten, um gefährliche Stellen im Verkehrsnetz zu erkennen und präventiv Maßnahmen einzufordern.

Radlytics – das neue digitale Analysetool

Studierende des Co-Innovation Lab haben das Tool Radlytics entwickelt, das Unfalldaten visuell aufbereitet und in interaktiven Karten darstellt. Die Anwendung ist leicht zugänglich, spart Zeit und erleichtert Diskussionen mit Entscheidungsträgern. So gewinnt der ADFC Bayern e. V. fundierte Argumente für Gespräche mit Kommunen und Politik.

Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit

Paulus Guter, Vorstandsmitglied des ADFC Bayern e. V.: „Unsere tägliche Arbeit basiert auf dem Wunsch, das Radfahren sicherer zu machen. Radlytics hilft uns dabei, Unfallursachen und Risikofaktoren sichtbar zu machen, sodass wir gezielt handeln können. Dadurch gewinnen wir an Schlagkraft gegenüber Politik und Verwaltung.“

Vision Zero: Gemeinsam für null Verkehrstote

Radlytics unterstützt aktiv den Aufbau einer neuen Sicherheitskultur im Radverkehr und trägt zur Vision Zero bei. Radfahrende aller Altersgruppen und Erfahrungsstufen profitieren letztlich von den präventiven Maßnahmen, die auf Basis der Analysen angestoßen werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem ADFC Bayern e. V. und dem Co-Innovation Lab zeigt, wie studentische Innovationskraft reale Herausforderungen lösen kann.
Radlytics steht für datenbasierte Entscheidungen, effektive Prävention und eine bessere Radinfrastruktur.

Von links hinten nach rechts vorne: Hans-Jürgen Haak, Markus Färber, Leon Gohr, Michael Groß, Prof. Dr. Johannes Ebke, Sophie Otten, Paulus Guter, Tien Anh Nguyen und Adrian Hasani. (Nicht im Bild: Tobias Musiol, Prof. Dr. Holger Günzel und Prof. Dr. Lars Brehm)

Über das Digital Innovation Lab und das Co-Innovation Lab

Das digitale Analysetool wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Digital Innovation Lab und des Co-Innovation Lab der Hochschule München entwickelt. Ein interdisziplinäres Team aus Studierenden der Masterstudiengänge Informatik und Applied Business Innovation sowie des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft war an der Entwicklung beteiligt. Das Projekt wurde von den Dozenten Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke und Prof. Dr. Holger Günzel sowie Hans-Jürgen Haak betreut.

Das Co-Innovation Lab ist eine virtuelle Lernumgebung, in der Studierende praxisnah erleben, wie Beratung in interdisziplinären Teams funktioniert. In zeitlich begrenzten Partnerschaften arbeiten sie gemeinsam mit Unternehmen und Dozierenden an realen Herausforderungen.

Autoren: Markus Färber, Leon Gohr, Michael Groß, Adrian Hasani, Tobias Musiol, Tien Anh Nguyen, Sophie Otten

Obstplan 2.0: Der personalisierte Pflanzplan für Streuobstwiesen

Streuobstwiesen fördern die Biodiversität und leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeitstransformation. Die Planung einer Streuobstwiese ist jedoch komplex und zeitaufwendig und stellt viele Grundstücksbesitzer vor Herausforderungen. Deshalb entwickelte ein interdisziplinäres Studierendenteam des Co-Innovation Labs an der Hochschule München im Sommersemester 2025 die digitale Plattform Obstplan 2.0. Die Plattform unterstützt Grundstücksbesitzer in Bayern mit einem individualisierten Pflanzplan bei der Umsetzung ihrer Streuobstwiese: einfach, fundiert und praxisnah.

Beispielhafte Auswahl eines Grundstücks

Streuobstwiesen: Ökologisch wertvoll, aber zeitaufwendig zu planen

Streuobstwiesen sind nicht nur landschaftsprägend, sondern auch wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Wer jedoch eine solche Wiese anlegen möchte, steht vor vielen Fragen: Welche Sorten passen zum Boden? Welche Pflanzabstände sind vorgeschrieben? Wo gibt es verlässliche Informationen? Viele Wiesenbesitzer werden von der Informationsflut und der Komplexität der Planung abgeschreckt.

Projektteam (v.l.n.r): Kien Van Bao Nguyen, Niclas Tüxen, Chiara von Beckerath, Julia
Schön, Florian Beck, Laura Pfisterer und Julian Siede. Fotografin: Victoria Schwinghammer

Obstplan 2.0 vereinfacht die Planung: Nutzer wählen ihren Standort z.B. per Adresssuche aus und zeichnen die Eckpunkte ihres Grundstücks auf der Karte ein. Obstplan 2.0 generiert dann automatisch einen individualisierten Pflanzplan, der auch gedownloadet werden kann. Dabei werden Parameter wie Bodenqualität, Schattenbereiche und gesetzliche Pflanzabstände berücksichtigt und passende Apfelsorten empfohlen. Neben der individualisierten Planung bietet Obstplan 2.0 kompaktes Wissen rund um Streuobstwiesen, eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Anwendung und ein Forum zum Austausch von Fragen, Erfahrungen und Tipps. „Mit Obstplan ist es erstmals möglich, in wenigen Klicks einen automatisierten Pflanzplan für Streuobstwiesen zu erstellen. Das gab es in dieser Form bisher nicht und erleichtert die Umsetzung für Landbesitzer enorm.“ – Veronika Baumkötter, Projektleiterin seitens Auftraggebers Rotary Club Neuburg / Donau.

Obstplan 2.0 ist mehr als ein Prototyp. Die technische Basis lässt sich in Zukunft ausbauen, beispielsweise durch die Implementierung weiterer Umwelteinflüsse wie dem Wind und die Ergänzung weiterer Obstsorten. Damit kann die Lösung zu einem wichtigen Werkzeug für den Ausbau von Streuobstwiesen in Bayern und perspektivisch weiteren Gebieten werden.

About the Co-Innovation Lab

This solution was designed in a project of the Co-Innovation Lab of Hochschule München guided by the lecturers Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Johannes Ebke, and Hans-Jürgen Haak. The Co-Innovation Lab offers students a virtual platform for learning how to work as a consulting team by creating temporary partnerships between companies, students, and lecturers. For more information about the Co-Innovation Lab, contact holger.guenzel@hm.edu or lars.brehm@hm.edu.

Team: Obstplan 2.0

PondPatrol: ein entscheidender Beitrag zur Bekämpfung der globalen Trinkwasserknappheit



In enger Zusammenarbeit mit dem BioTech Start-up SALGI hat ein Beraterteam des Co-Innovation Labs der Hochschule München eine innovative Lösung zur Prozessüberwachung entwickelt. Mithilfe einer permanenten und automatisierten Überwachung namens PondPatrol werden die Wachstumsbedingungen von Mikroalgen verbessert. Die Mikroalgen wachsen in Salzwasser, entziehen diesem Salz und sind somit der wichtigste Bestandteil einer nachhaltigen, energiearmen Wasserentsalzung von SALGI. Durch die Optimierung dieses Prozesses durch PondPatrol können die Algen effizienter wachsen und somit Salzwasser schneller in Trinkwasser verwandelt werden.

Einsatz des PondPatrol Trübungssensors im Labor von SALGI durch Uxía Garcia, Bio-Ingenieurin

Salgi adressiert das Problem der globalen Trinkwasserknappheit

Obwohl ca. 71% der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, mangelt es an sauberem Trinkwasser. SALGI adressiert diese Herausforderung mit einem nachhaltigen Ansatz: die Nutzung von Mikroalgen zur Entsalzung von Meerwasser. Doch Mikroalgenkultivierung ist ein komplexer Prozess, der von zahlreichen Faktoren abhängt. Das Wachstum der Algen kann nur sichergestellt werden, wenn alle einwirkenden Parameter, wie z. B. Lichteinfall, Temperatur, pH-Wert oder Leitfähigkeit des Wassers, in einem idealen Bereich liegen. Um dies gewährleisten zu können und ein Algensterben zu verhindern, ist ein hoher manueller Testaufwand erforderlich. An dieser Stelle setzt PondPatrol an.

PondPatrol ebnet den Weg für einen automatisierten und kontrollierten Entsalzungsprozess

PondPatrol bietet eine automatisierte Lösung zur Überwachung und Analyse des Algenwachstums. Mithilfe von Sensoren werden Daten zu Temperatur, Leitfähigkeit und Trübung gemessen, welche in einem digitalen Dashboard visualisiert werden. Die Sensoren erfassen kontinuierlich Werte der relevanten Parameter, wodurch manuelle Messungen redundant werden. Die gesammelten Daten werden in Echtzeit auf dem Dashboard sowohl in tabellarischer als auch in grafischer Form dargestellt und können nach Zeitraum, Paramater und Pond gefiltert werden. Durch das automatisierte Prozessmonitoring und die Parameter-Kontrolle mit Warnsignalen unterstützt PondPatrol demnach den operativen Produktionsbetrieb von SALGI.

Mit PondPatrol sparen wir nicht nur Zeit in unseren operativen Aufgaben, sondern tragen durch einen optimierten Entsalzungsprozess schneller dazu bei, den Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit zu verbessern.“ – Thomas Kinkeldei, CEO von SALGI

Die Zusammenarbeit im Projekt ermöglicht große Erfolge

Um PondPatrol zu entwickeln, bedurfte es einer interdisziplinären Zusammenarbeit aus Bachelor- und Masterstudenten der Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Computer Science und Applied Business Innovation im Auftrag des Co-Innovation Labs der Hochschule München. Im Rahmen des DT Labs unter der fachlichen Betreuung von Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke, Prof. Dr. Holger Günzel, Hans-Jürgen Haak und Prof. Dr. Markus Thimmel, arbeitete das Team in einem agilen Setup. Durch den unterschiedlichen Background der einzelnen Projektmitglieder mussten sie sich in den Fachbereich und die Sichtweisen des jeweils anderen hineinversetzen, um gemeinsam ein definiertes Ziel realisieren zu können. Letztendlich konnte das Team gemeinsam eine Lösung auf die Beine stellen, die ein großes Potenzial für die Zukunft birgt.

Das Team hinter PondPatrol: (hinten) Elisa Wurst, Anna Müller, Tadashi Toyokawa, David Mitlewski, Dominik Allgöwer, Dimitri Krivoj, (vorne) Jessica Müller, Lena Ruffertshöfer, Mirna Rodic, Antonia Meyer. Fotograf: Daniel Maier.

PondPatrol: eine Lösung mit großem Skalierungspotential

PondPatrol ist skalierbar und kann zukünftig durch weitere Hard- und Softwarekomponenten ergänzt werden. So können beispielsweise neue Sensoren installiert werden, die weitere Parameter wie den CO2-Gehalt oder den pH-Wert des Wassers messen. Ebenso kann das Dashboard durch weitere Funktionen, beispielsweise eine KI-Integration, ergänzt werden. Um PondPatrol auch für den Einsatz in großflächigen Kultivierungsanlagen zu skalieren, kann es in sogenannten Raceway Ponds angewendet werden und unter realen Bedingungen, wie z. B. ausgewählten Bereichen des Mittelmeers, getestet werden.

Das Beraterteam des Co-Innovation Labs der Hochschule München glaubt fest an die Zukunft von PondPatrol und hat das Startup SALGI seiner Vision einen großen Schritt nähergebracht.

Das Team

An dieser Lösung haben Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen der BWL und Informatik zusammengearbeitet. Die Leitung lag bei den Professoren Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke sowie Hans-Jürgen Haak als agilem Coach.

About the Co-Innovation Lab

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Team: PondPatrol

SmartVent: Innovative Lüftungssteuerung für das Audimax der Hochschule München

In den Hörsälen der Hochschule München weht ein frischer Wind der Innovation! Ein interdisziplinäres Expertenteam aus dem Co-Innovation Lab hat eine clevere Lösung entwickelt, um die Effizienz der bestehenden Lüftungsanlage zu verbessern. Das Projekt „SmartVent“ zielt darauf ab, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und gleichzeitig Energiekosten zu senken.

Dashboard Smartvent

Die Herausforderung

Bislang lief die Lüftungsanlage im Audimax tagsüber ununterbrochen – unabhängig davon, ob der Raum genutzt wurde oder nicht. Dies führte zu unnötig hohem Energieverbrauch und suboptimalen Raumtemperaturen. SmartVent ist eine semi-automatisierte Steuerung, die den Grundstein für eine zukünftige Vollautomatisierung legt. Basierend auf den Daten des Systems schaltet die Lüftung außerhalb der Nutzungszeiten ab und wird rechtzeitig vor Veranstaltungen wieder aktiviert.

Was bietet SmartVent?

  • Eine benutzerfreundliche Webseite, optimiert für verschiedene Endgeräte
  • Login über den Account der Hochschule München
  • Wochenansicht und Heatmap zur Darstellung häufiger Vorlesungen
  • Übersicht über Sonderveranstaltungen

Der Hausmeister nutzt diese Informationen, um die entsprechenden Einträge im Heizungs- und Lüftungssteuerungsprogramm vorzunehmen. Zusätzlich gibt es eine Ansicht für die Aufgaben der kommenden Woche, die notwendige Anpassungen im Heizungskalender anzeigt.

Stimmen zum Projekt

Herr Schneider (HM Gebäudemanagement): „Ich bin sehr zufrieden mit der aktuellen Lösung der Studenten – vor allem mit der schnellen Implementierung. Obwohl noch viel Arbeit vor uns liegt, ist SmartVent ein wichtiger Schritt in Richtung eines nachhaltigeren und effizienteren Campus. Das Projekt zeigt, wie studentische Kreativität und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu praktischen Lösungen führen können, die sowohl der Umwelt als auch dem Geldbeutel zugutekommen.“

Das Team

An dieser Lösung haben Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen der BWL und Informatik zusammengearbeitet. Die Leitung lag bei den Professoren Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke sowie Hans-Jürgen Haak als agilem Coach.

About the Co-Innovation Lab

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Autoren: Smartvent

HM-Nachhaltigkeitsportal: So transformiert ein Team des Co-Innovation Lab den Umgang mit Nachhaltigkeitsdaten an der Hochschule München

Wie viel Strom verbraucht die Hochschule München (HM) eigentlich pro Jahr? Solche Fragen erreichen das Nachhaltigkeitsteam der HM unter anderem von interessierten Studierenden und zeigen das steigende Interesse am Thema Nachhaltigkeit. Informationen zu Ressourcenverbräuchen sind dabei für das Monitoring des Gebäudemanagements, für Klimaschutzberichte oder auch für Studien- und Forschungsarbeiten relevant. Nun hat ein Team von Studierenden des Co-InnovationLab der HM ein Nachhaltigkeitsportal entwickelt, welches Informationen, Daten und Erklärungen zu betrieblichen Verbräuchen sammelt und bereitstellt.

Beispiel Energieverbrauch

Ressourcenverbräuche markieren ein zentrales Interessengebiet

Neben allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen und Anforderungen sieht sich die Hochschule München auch einem großen internen Interesse zum Thema Nachhaltigkeit gegenüber. Besonders die betrieblichen Verbräuche stehen hierbei im Fokus und werden von den diversen HM-Stakeholdern für Monitoring, Lehre oder Reporting vielfach nachgefragt. Obwohl bereits intelligente Energiesensoren und Systeme zur Darstellung von Verbrauchsdaten in einigen Gebäuden existieren, werden diese Daten noch nicht automatisiert verarbeitet, interessierten Parteien zugänglich gemacht oder in Reports genutzt. Dies führte bisher zu zahlreichen Anfragen beim Nachhaltigkeitsteam und daraus resultierenden manuellen Ermittlungen der Energieverbräuche durch das Gebäudemanagement. Aber damit ist mithilfe des Nachhaltigkeitsportals nun Schluss!

Das Nachhaltigkeitsportal als umfassende Lösung

Diese Probleme werden durch das Nachhaltigkeitsportal auf zwei Arten gelöst:

  1. Nachhaltigkeitsthemen auf einen Blick: Ein HM-interner Confluence-Bereich bietet einen Überblick zu Nachhaltigkeitsinformationen als Erklärung zu den betrieblichen Daten, z.B. Ausführungen darüber, was eine Kilowattstunde oder nicht-erneuerbare Energien sind, oder wie Treibhausgasäquivalente berechnet werden.
  2. Datenanalyse leicht gemacht: Gleichzeitig wurde eine intuitive Analytics-Plattform mithilfe des open-source Tool Metabase aufgebaut, die es ermöglicht, echte Energieverbräuche der HM mit minimalem Aufwand aufzubereiten und in aufschlussreichen Dashboards zu präsentieren.

Die Zukunft des Nachhaltigkeitsportals ist vielversprechend

Dank der einfachen Bedienbarkeit der Analytics-Plattform können künftig weitere Datenquellen wie Abfall- oder Wasserdaten hinzugefügt, und die bestehenden Dashboards erweitert werden. Insgesamt fördert das Portal somit die transparente Kommunikation, reduziert die Datenanfragen und stärkt das allgemeine Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit. Damit markiert das Nachhaltigkeitsportal einen wichtigen Schritt für mehr Transparenz in den Ressourcenverbräuchen der HM und ermöglicht einen nachhaltigen Umgang mit den Daten und Ressourcen im HM-Betrieb. Auch das Nachhaltigkeitsteam ist begeistert: „Für die HM ist besonders wertvoll, dass über die Plattform Nachhaltigkeitsdaten an einer zentralen Stelle transparent und verständlich dargestellt werden können.“

Das Team

An dieser Lösung haben Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen der BWL und Informatik zusammengearbeitet. Die Leitung lag bei den Professoren Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke sowie Hans-Jürgen Haak als agilem Coach.

About the Co-Innovation Lab

This solution was designed in a project of the Co-Innovation Lab of Hochschule München guided by the lecturers Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Markus Thimmel, Prof. Dr. Johannes Ebke, and Hans-Jürgen Haak. The Co-Innovation Lab offers students a virtual platform for learning how to work as a consulting team by creating temporary partnerships between companies, students, and lecturers.

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Team Nachhaltigkeitsportal

Gasverbrauchsmessung neu gedacht by Umweltinstitut und Co-Innovation Lab

In einer Welt, in der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung gewinnen, hat das Co-Innovation Lab der Hochschule München in Kooperation mit dem Umweltinstitut München die Applikation Powermate entwickelt. Powermate ist eine innovative und einfache Lösung zur Überwachung des Gasverbrauchs im Haushalt. Die Applikation bietet nicht nur tiefgehende Einblicke in den Gaskonsum. Durch Visualisierung soll die Lösung zudem dabei unterstützen, Nutzer für ihre aktuelle Verbrauchsstruktur zu sensibilisieren und dementsprechend hinzuführen zu einem umweltbewussteren Umgang mit der Ressource Gas.

Powermate Hardware mit Gaszähler

„Energiesparen ist in aller Munde, aber um Energie zu sparen, muss erst mal gemessen werden, wie groß der eigene Energiebedarf ist und welche individuellen Verhaltensänderungen eine nennenswerte Einsparung bedeuten.“ Dr. Leonard Burtscher, Referent für Energie- und Klimapolitik, Umweltinstitut

Gas ist immer noch auf Platz 1 der Wärme in deutschen Haushalten. Es gibt jedoch weiterhin leider keine intuitiven, digitalen Lösungen zur Überwachung des Verbrauchs, wie sie etwa bei Strom oder Wasser schon lange existieren. Für Personen in Mietwohnungen ist es aufgrund räumlicher Gegebenheiten oft unbequem, den Gasverbrauch in regelmäßigen Abständen zu ermitteln. Für Eigenheimbesitzer sieht es nicht viel besser aus. Zwar haben diese zumeist direkten Zugang zu ihrem Gaszähler. Der Zähler befindet sich jedoch in vielen Fällen im Keller, wodurch ein stetiges Sichten des Verbrauchs ebenfalls wenig intuitiv erscheint. Können Nutzer nicht intuitiv und zu jedem Zeitpunkt ihren Verbrauch einsehen, so stellt sich schnell ein Gefühl der Handlungsunfähigkeit beziehungsweise Gleichgültigkeit ein.

Powermate App

Basierend auf dieser Ausgangssituation hat ein interdisziplinäres Studierendenteam an der Hochschule München, bestehend aus Betriebswirtschaftsstudierenden (Asso Sangana, Josef Högel, Daniel Maier, Louis Holtkamp und Sophia Eberl) und Informatik-Studierenden (Tobias Lewald, Fabian Pfaff, Julia Holzner und Konstantin Schwarz), die Lösung Powermate entwickelt, durch welches das eben beschriebene Problem der Vergangenheit angehören dürfte. Mit einem kleinen Gerät, dass jeder Konsument selbst an den Gaszähler anbringen kann, wird der Gasverbrauch gemessen und dem Nutzer auf intuitive Art und Weise in der eigens hierfür entwickelten Smartphone-Applikation dargestellt. Dabei steht die Benutzerfreundlichkeit der Anwendung an oberster Stelle. Mit seiner leicht verständlichen Benutzeroberfläche bietet Powermate eine einfache Möglichkeit, den Gasverbrauch in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren. Die Nutzer erhalten dementsprechend ein umfangreiches Wissen über ihren momentanen Verbrauch. Das Wissen über den eigenen Gaskonsum stellt eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Verhaltensänderungen der Konsumenten dar. Dementsprechend wird ein Awareness-Ansatz verfolgt: durch das Vor-Augen-Führen des gegenwärtig sehr hohen Ressourcenverbrauchs sollen Nutzer dazu motiviert werden, diesen zukünftig zu reduzieren. Das studentische Team möchte mit ihrer Applikation so allen voran den flexiblen Verbrauch angehen, der in Deutschland etwa bei 10% – 20% liegt. Flexibler Verbrauch – das ist diejenige Ressourcenaufwendung, die theoretisch auch eingespart werden könnte, ohne dass es zu jeglichen Einschränkungen der Lebensqualität kommt.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits verschiedene Unternehmen aus der Energiebranche Interesse an der Lösung kundgetan: Wer weiß: vielleicht könnten Sie schon bald mit Powermate die Zukunft des Gasenergiemanagements in Ihrem Zuhause erleben.

About the Co-Innovation Lab

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Team: Powermate

Energie sparen leicht gemacht: Studierende entwickeln intelligente Heizlösung für die Hochschule München

Wie kann die Hochschule München bis 2028 klimaneutral werden? Im Rahmen eines Praxisprojektes hat das Co-Innovation Lab (CIL) eine Sensor-Lösung entwickelt, mit der bestehende Heizungen der Hochschule München effizienter für Lehrräume genutzt werden können. Die Software gibt dem Gebäudemanagement mithilfe von Sensordaten Tipps zur optimalen Heizungssteuerung. Die Studierenden rechnen mit einem erheblich reduzierten Wärmeverbrauch, deutlich weniger Co2 Emissionen und einer Einsparung von Energiekosten von bis zu 40%.

Abschlusspräsentation der Studierenden in der Hochschule München; v.l.n.r. Leon Ambaum, Lorenz Steber, Kilian Schmid, Robin Grellner, Markus Sommer (Fotograf: Prof. Dr. Holger Günzel)

Drängende Klimaziele, hohe Energiekosten und ein begrenztes Budget – die Hochschule München muss nachhaltiger werden und Energieausgaben senken. Insbesondere bei den Gasheizungen liegt großes Energieeinsparpotenzial. Hinzu kommt, dass die Beheizung der Lehrräume nicht immer an die tatsächliche Nutzung und Belegung der Räume angepasst ist. Das Co-Innovation Lab nahm sich dieser Herausforderung im Sommersemester 2023 an und entwickelte eine Lösung. Dazu statteten die Masterstudierenden ausgewählte Lehrräume mit Sensoren aus, die die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumbelegung erfassen. Mithilfe der gewonnenen Daten entwickelte das Projektteam einen Algorithmus, der dem Gebäudemanagement automatisch vorschlägt, wann, wo, wie lange und mit welcher Temperatur am besten geheizt werden sollte, um den Energieverbrauch zu senken und den Co2 Fußabdruck zu reduzieren. Für den Kooperationspartner Maximilian Günzel, Doktorand am Forschungsinstitut für energieeffiziente Gebäude und Quartiere CENERGIE, war das Projekt ein voller Erfolg: „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden hat meine Erwartungen mehr als übertroffen. Meine Anmerkungen zur Weiterentwicklung wurden immer berücksichtigt und mit eingearbeitet. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, dass sie mit Begeisterung und Überzeugung hinter dem Projekt stehen.“

Für das Projekt kamen Studierende der Fachrichtungen Applied Business Innovation, Digital Transformation Management und Computer Science zusammen. Unterstützt wurde das Team von den Kursleitern Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm und Prof. Dr. Johannes Ebke sowie Hans-Jürgen Haak, Coach für agiles Arbeiten und Lars Schmitz, Digital Innovation Lead bei AWS, für einen vollen Projekterfolg.

Bereits beim Erarbeiten der Lösung achtete das Projektteam darauf, dass die Lösung skalierbar ist. Die Sensoren sind kostengünstig, mobil und können leicht in sämtlichen Räumen der Hochschule installiert werden. Je mehr Sensoren angebracht werden, desto mehr Energie kann auch gespart werden. Die Lösung funktioniert nicht nur für die Hochschule München, sondern kann auch an anderen Hochschulen helfen, sich den Klimazielen zu nähern – Schritt für Schritt, Sensor für Sensor. 

About the Digital Innovation Lab and the Co-Innovation Lab

This solution was designed in a joint project between the Digital Transformation Lab and the Co-Innovation Lab of Hochschule München guided by the lecturers Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Johannes Ebke and Hans-Jürgen Haak. The Co-Innovation Lab offers students a virtual platform for learning how to work as a consulting team by creating temporary partnerships between companies, students, and lecturers.

For more information about the Co-Innovation Lab, contact holger.guenzel@hm.edu or lars.brehm@hm.edu.

This Co-Innovation Lab project was carried out in cooperation with the Digital Transformation Lab (DT.Lab) at Munich University of Applied Sciences:

“The Digital Transformation Lab (DT.Lab) at Munich University of Applied Sciences is dedicated to the major social challenges of our time. Together with stakeholders in the private sector, students develop future-oriented solutions. They are supported by Amazon Web Services with state-of-the-art cloud technologies and the Working Backwards innovation methodology. We live digital transformation.”

More information about the Co-Innovation Lab and the Digital Transformation Lab (DT.Lab) at Munich University of Applied Sciences:

Authors: Project team

Das KVR München x HM führen den Chatbot KIndl ein, um Münchner Bürger:innen bei Fragen zu anstehenden Wahlen zu unterstützen

Münchner Bürger:innen können ihre Fragen zur Wahl schnell, zuverlässig und automatisch beantworten lassen

Das Kreisverwaltungsreferat München (KVR) ist verantwortlich für die Beantwortung von Fragen rund um Wahlen. Mit ihren Anliegen konnten sich Bürgerinnen bisher zu Servicezeiten telefonisch an KVR Mitarbeiter:innen wenden oder auf der Website nach Antworten suchen. Dieser Prozess war für viele Münchner:innen unzufriedenstellend, denn die Bürger:innen konnten ihr Anliegen nicht auf den FAQs der Internetseite finden oder mussten mit langen Wartezeiten bei der Hotline rechnen, wobei die Erfolgsrate nur bei 5-20% liegt. So teilte uns eine mitarbeitende Person des KVRs mit, dass vor und an Wahltagen bis zu 2.000 Anfragen pro Tag eingehen, welche die Telefonhotline an diesen Spitzentagen nur mit hohem Personalaufwand bewältigen kann.

Generell hat sich das KVR das Leitmotiv München.Digital.Erleben gesetzt: die Vision, München bis 2025 zu einer zukunftsorientierten und nachhaltig agierenden Metropole umzustrukturieren, die Digitalisierung nutzt, um München für alle Bewohner:innen zeitgemäß erlebbar zu machen. Die Stadt München hat sich bei den strategischen Prinzipien der Digitalisierungsstrategie u.a. zur Nachhaltigkeit, Offenheit und Transparenz, sowie zur Kund:innenorientierung verpflichtet.

Projektteam HM (v.l.o. Johanna Bartschat (Developer), Julia Lackner (Developer), Lino Deppe (Developer), Annalena Nebelmeir (Developer), Leon Steinmann (Product Owner), Marielena Sperle (Developer), Phillip Pietsch (Scrum Master), Simon Hirtreiter (Developer), Uyen Phan (Developer), Tobias Peslalz (Developer))

In diesem Sinne wurde eine Lösung für die Probleme rund um Fragen zu Wahlen gesucht und gefunden: der KI-gestützte Chatbot KIndl, angelehnt an das Münchner Kindl und die verwendete Technologie. KIndl ist auf der Website der Stadt München integriert und somit leicht für all diejenigen zu finden, die Antworten auf ihre Fragen rund um die Wahl auf der Internetseite suchen. Die Bedienung ist auch bei der erstmaligen Anwendung einfach und intuitiv, da der Chatbot proaktiv kommuniziert und durch Rückfragen während der Konversation auf die Bedürfnisse von Nutzer:innen eingeht. Findet KIndl auf eine Frage keine zufriedenstellende Antwort, können Mitarbeiter:innen des KVRs – sofern es von Nutzer:innen gewünscht ist – den Chat übernehmen.

Der Chatbot bietet Wähler:innen und Wahlhelfenden zu jeder Zeit schnelle und verlässliche Antworten – natürlich unter Beachtung aller vorgeschriebenen Datenschutzregelungen. Da KIndl nun den Großteil der Fragen beantworten kann, werden KVR Mitarbeiter:innen entlastet. Zudem ermöglicht es ihnen KIndl sich wieder mehr Zeit für die verbleibenden telefonischen Anfragen zu nehmen.

Deshalb freut sich die Stadt München: „Mit KIndl haben wir einen Chatbot, der rund um die Uhr verfügbar ist. Die Einführung wird das Erlebnis für die Bürgerinnen und Bürger Münchens verbessern. Die Menschen müssen nicht in der Telefonleitung warten, um zuverlässige Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Außerdem entlastet KIndl die Mitarbeiter:innen des KVRs, die die Telefonhotline betreuen, und hilft uns, einen besseren Service zu bieten. Es ist eine win-win-Situation!“

Auch Rückmeldungen von Münchnerinnen zeigen, dass die Einführung von KIndl ein voller Erfolg ist: „Mit dem neuen Chatbot spare ich viel Zeit, um Antworten zur anstehenden Wahl zu bekommen, auch nach Büroschluss!“, sagte Katharina, einer der vielen Wahlhelfer:innen bei den bevorstehenden Regionalwahlen.

 „Nach unserer erstmaligen Zusammenarbeit mit der Hochschule München sind wir vom erarbeiteten Resultat und dem Konzept des Co-Innovation Lab begeistert“ meint Leo Beck, Geschäftsleiter und stv. Wahlleiter im KVR. „Der Chatbot Prototyp liefert ein Proof-of-Concept und dient als Wegweiser für die Weiterentwicklung und den späteren Einsatz auf unserer Homepage um den Service für unsere Bürger*innen zu verbessern. Wir bedanken und herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Studierenden.“

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München:

Autoren: Team KVR

Bike Rental – Die moderne Form des Fahrradverleihs als Katalysator der Mobilitätswende im urbanen Lebensraum

Ein interdisziplinäres Studierendenteam hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn Connect die Bike Sharing-Lösung „EasyBike“ entwickelt, um auch nicht digital-affine Nutzer zu erreichen. Die Lösung soll im Rahmen einer Ausstellung im Deutschen Verkehrszentrum in München präsentiert und mit BesucherInnen getestet werden.

Die Mobilitätswende ist in Deutschland unabwendbar, um eine effiziente, umwelt- und nutzerfreundliche Mobilität zu erreichen. Mit der Mobilitätswende wird die Art und Weise, wie sich Menschen von A nach B bewegen, grundlegend verändert und neu gedacht. Weiterhin wird das Thema Mobilität der Zukunft aufgrund gesellschaftlicher Herausforderungen, wie Urbanisierung, Megatrends und Technologien als auch verändertem Nutzerverhalten, zum globalen Kernthema. Eine erfolgreiche Mobilitätswende setzt voraus, dass verschiedene Bausteine ineinandergreifen. Zu den Bausteinen gehören unter anderem die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs, der Bedarf der Vernetzung der physischen und digitalen Welt als auch die Etablierung entsprechender Infrastrukturen. Dabei weist das Bike Sharing ein hohes Potential auf.

EasyBike als Katalysator digitaler Bike Sharing Lösungen

Die EasyBike-Lösung ist eine einfache und intuitiv aufgebaute App für einen vereinfachten Zugang und Nutzung des Bike Sharings, welche im Rahmen der Museumsausstellung vorgestellt wird. Die EasyBike-App besticht durch eine zielgerichtete Führung in Form von Tutorials, einer Vielzahl an Entsperrmöglichkeiten als auch der Integration eines verbesserten Übergabeprozesses der Fahrräder. Das Entwicklungsteam von EasyBike hat in diesem Zusammenhang den Prozess des Bike Sharings neu gedacht: statt dem klassischen Prozess „User-to-shared Bike“ hat das Team zusätzlich die Funktionalität „Shared Bike-to-User“ integriert, um die User Experience zu erhöhen. Im Herbst/ Winter 2022 ist geplant die neuen Ansätze in einer Ausstellung im Deutschen Verkehrszentrum in München zu testen.

EasyBike – ein interdisziplinäres Studierendenteam der Hochschule München

Das Co-Innovation Lab der Hochschule München brachte im Sommersemester 2022 zehn Studierende aus dem Bereich Informatik und Betriebswirtschaft (Bryan Liegsalz, Konrad Moron, Steven Maier, Marvin Müller, Angela Prüglmeier, Johannes Walter, Katharina Winkler, Mirna Rodic, Maximilian Gmeiner, Angelina Hofmann) zusammen, um das Thema des Bike Sharings der Zukunft aufzugreifen und eine innovative Lösung zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen die hohe Nutzerzentrierung und die Verarbeitung verschiedenster Informationsebenen. Innerhalb von drei Monaten setzte das Team von EasyBike gemeinsam mit der Deutschen Bahn Connect das Projekt um.

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München:

Autoren: Team Bike Rental