Reinigungskonzept für Abfallsammelfahrzeuge

Drei Studierende des Co-Innovation Lab der Hochschule München erarbeiteten für den Abfallwirtschaftsbetrieb München die Grundlagen für ein neues Reinigungskonzept der Abfallsammelfahrzeuge und präsentierten innovative Optimierungsansätze.

Die virtuelle Abschlusspräsentation des studentischen Beratungsprojektes (1. Reihe: Marcel Kintscher (HM), Gerald Stutz (AWM), Benedikt Klein (HM); 2. Reihe: Jinisha Patel (HM), Karin Falter (AWM))

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (www.awm-muenchen.de) ist jährlich für den Abtransport von über 400.000 Tonnen Abfall aus Münchner Haushalten verantwortlich. Um diese gigantische Abfallmenge bewältigen zu können, sind tagtäglich bis zu 155 Abfallsammelfahrzeuge im Einsatz. Der AWM ist für ein sauberes München verantwortlich. Wie werden jedoch diese äußerst wichtigen Abfallsammelfahrzeuge sauber gehalten? Diese Frage ist besonders relevant im Kontext der jährlich zunehmenden Anzahl an durchgeführten Müllfuhren und den damit einhergehenden Bedarf an Fahrzeugreinigungen, die jedoch auf eine gleichbleibende Kapazität in den eigenen Waschhallen stoßen.

Richtlinien und Empfehlungen für die optimale Reinigung

Der AWM und das Co-Innovation Lab der Hochschule München arbeiteten im Rahmen eines Beratungsprojektes im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 zusammen. Der Auftraggeber AWM wurde durch die Projektpartner Karin Falter (Projektleiterin) und Gerald Stutz (Geschäftsbereichsleitung Innovationen und Projekte) repräsentiert. Das studentische Beratungsteam bestand aus den Masterstudierenden Jinisha Patel (Digital Technology Management), Marcel Kintscher und Benedikt Klein (beide Applied Business Innovation), welches von Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel unterstützt wurde. Im Rahmen des Projektes wurde ein neues Reinigungskonzept für die Abfallsammelfahrzeuge der AWM Flotte entwickelt, welches detaillierte Richtlinien und Empfehlungen zur Reinigung der Fahrzeuge beinhaltet. Der Fokus liegt hierbei auf der Erhöhung der aktuellen Anzahl an Pflegereinigungen pro Fahrzeug sowie der effizienteren Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten in den AWM Waschhallen.

Innovative Ansätze zur Digitalisierung

Durch die Entwicklung diverser innovativer Ansätze durch das Beraterteam können zukünftig die Prozessabläufe weitergehend optimiert werden. Unter anderem wurde ein Entwurf für eine App erstellt, die den kompletten Reinigungsprozess digital abbildet und unterstützt. Hierdurch wird eine solide Datengrundlage geschaffen, die als Entscheidungshilfe für zukünftige Prozessanpassungen dienen kann.

Entwurf “Click & Clean”

Die Grundlage für Veränderung wurde geschaffen

Nach Aussage von Gerald Stutz (Geschäftsbereichsleitung Innovationen und Projekte) wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Co-Innovation Lab eine hervorragende Basis für die Optimierung des bestehenden Konzeptes geschaffen: „Die gemeinsame Arbeit am Projekt `Erstellung eines Reinigungskonzeptes für Abfallsammelfahrzeuge des AWM´ mit dem Co-Innovation Lab der Hochschule München war sehr konstruktiv und spannend. Die Studierenden identifizierten die derzeitigen Prozesse und Schwachstellen, nahmen Anforderungen für eine Prozessoptimierung auf und lieferten neue Ideen für die Reinigung von Abfallsammelfahrzeugen. Der AWM wird das vorgestellte Konzept prüfen und als Grundlage für die Planung und Umsetzung seines neuen Reinigungskonzeptes verwenden.“

Innovative Kundenbetreuung mit InViKa

Der neu konzeptionierte Marketingkalender InViKa wird erstmals die individualisierte Betreuung von Kunden lokaler Marketingplattformen wie www.neuburg.com ermöglichen und die digitale Präsenz lokaler Händler weiter stärken

Abschlusspräsentation mit den Studierenden und dem Geschäftsführer Hans Laslop (data factory)

Das Co-Innovation Lab innoviert mit data factory (www.data-factory.net) die Kundenbetreuung lokaler Marketingplattformen wie neuburg.com. In der Vergangenheit war die Ansprache entweder sehr allgemein oder mit hohem, zeitlichem Aufwand verbunden. Mit dem automatisierten Servicekonzept InViKa wird es zukünftig möglich sein, Kunden skalierbar individuell zu betreuen. Erste Konzepttests basierend auf Excel und Oracle APEX sind vielversprechend.

Lokale Unternehmen häufig überfordert mit der digitalen Vermarktung Ihres Geschäfts
In Zeiten von Amazon, Google, Facebook und Instagram ist es wichtiger denn je, als kleines Unternehmen in der Region digital sichtbar und im Bewusstsein der Menschen zu sein. Spezialisierte Marketingplattformen wie neuburg.com unterstützen ihre Kunden dabei. Geschäfte wie u.a. Restaurants, Modeläden oder Spielwarenhändler haben dort die Möglichkeit, Nachrichten oder Angebote zu teilen und ihre digitale Reichweite zu steigern. Jedoch nicht alle Kunden schöpfen ihr Potenzial aus. Kleinere Geschäfte besitzen oftmals nicht den Überblick, die Ressourcen oder die Erfahrung in der Erstellung von Marketinginhalten und verlieren den Anschluss. „Wir sind bemüht, unseren Kunden so gut es geht mit unserer Expertise zur Seite zu stehen, aber es braucht zukünftig Lösungen, wie diese Betreuung skalierbar für viele Kunden möglich ist“, kommentiert Hans Laslop, CEO von data factory und Betreiber von neuburg.com. Hier kommt der holistische Marketingkalender InViKa ins Spiel.

Individualisierte Kundenbetreuung im Fokus – skalierbare Lösungen sind gefragt
Mit dem vom Co-Innovation-Lab entwickelten Konzept InVika wird es zukünftig möglich sein, die Beratungsleistung von data factory zu automatisieren. Kunden werden individuell angesprochen und betreut, der manuelle Aufwand wird reduziert und Beratungskosten gesenkt. Die drei Berater rechnen mit einer starken Steigerung der Contentfrequenz und Auslastung der Plattform nach der Umsetzung von InViKa. Doch nicht nur data factory profitiert: Premiumkunden der Marketingplattform erhalten erstmals gezielte Erinnerungen mit für sie relevanten Events. Gleichzeitig wird es den Händlern durch InViKas Kreativimpulse und Marketinganleitungen so einfach wie möglich gemacht, die digitale Sichtbarkeit ihrer Marke zu stärken. Das Berater-Team ist zuversichtlich, dass InViKa nach seiner Umsetzung bei data factory ein voller Erfolg wird. “Mit Hilfe der Ergebnisse sehen wir eine gute Basis, um das angegangene Thema weiterzuentwickeln”, so Herr Laslop.

Neue soziale Jugendinitiative in Neuburg gegründet

In nur zwei Monaten wurde in Neuburg an der Donau eine neue Unternehmensidee von engagierten Jugendlichen aus der Stadt mit Unterstützung des Stadtteilmanagers Jürgen Stickel entwickelt. Um die Jugendlichen bei der Ideenfindung inklusive erster Schritte für die Unternehmensgründung zu begleiten, kamen fünf Studierende der betriebswirtschaftlichen Masterstudiengänge „Applied Business Innovation“ und „Digital Technology Entrepreneurship“ der Hochschule München unter Leitung von Prof. Dr. Holger Günzel zur Hilfe. 



Die Studierenden der Hochschule München bei der Abschlusspräsentation des Projektes gemeinsam mit ihrem Dozenten Herrn Prof. Dr. Holger Günzel (unten) und Jürgen Stickel vom Bürgerhaus Neuburg (links oben, zweite Person). Bildrechte: Verena Finkenzeller

In der heutigen Zeit ist die Berufsfindung nach dem Schulabschluss oftmals eine große Herausforderung für junge Erwachsene. Um den Jugendlichen den Übergang und Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern, entschloss sich Herr Stickel dazu eine Übungsfirma zu etablieren. Hierzu überreichte ihm Herr Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neuburg-Rain und Mitglied des Rotary Clubs, eine Anschubfinanzierung in Höhe von 5.000€. Jedoch blieb die Frage nach der Art der Übungsfirma lange offen.

Gesucht war eine Geschäftsidee, welche es den Jugendlichen Neuburgs einerseits ermöglicht, sich aktiv einzubringen und gemeinsam wichtige Fertigkeiten für das spätere Berufsleben und Soft Skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit zu erlangen. Andererseits sollte die Idee auch der Stadt Neuburg und ihren BürgerInnen einen großen Mehrwert bringen.

Dank tatkräftiger Unterstützung und Mentoring durch die Studierenden konnten in vier digitalen Workshops wichtige betriebswirtschaftliche Kenntnisse und innovative Herangehensweisen über Videokonferenzschaltung erlernt und angewendet werden. Auch Berufstypen und dazugehörige Kompetenzen, sowie die Bedürfnisse der NeuburgerInnen und der Jugendlichen nach dem Schulabschluss wurden identifiziert und angeregt diskutiert.

Im Rahmen der virtuellen Workshops wurde die Idee für ein sogenanntes Social Innovation Business gefunden. Ziel und Aufgabe der Neugründung mit dem Namen BJI Startup (Bürger – Jugendliche – Ideen) ist die Verschönerung von Brachflächen und die Instandhaltung von Parks und Grünflächen, wie der Slogan „Grün hinter den Ohren“ impliziert.  Auf öffentlichen Flächen der Stadt Neuburg können, basierend auf Ideen der Jugendlichen selbst, eine Vielzahl von Vorhaben im Bereich Garten- und Landschaftsbau realisiert werden. Ob verschönern oder begrünen, bunte Wände gestalten, Fischteich anlegen, Grillplatz oder Verkaufspavillon aufbauen – die Initiative setzt auf die Kreativität und Motivation der Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus der Region sollen so Projekte durchgeführt werden, die einen Mehrwert für alle Generationen der Stadt schaffen. Mitmachen können Jugendliche ab 13 Jahren, die Interesse haben, handwerkliche Fertigkeiten sowie auch kaufmännische und administrative Aufgaben im geschützten Rahmen zu üben und so Vorteile für die Berufswahl und Ausbildungsplätze erlangen zu können.

Um das Fundament für die zukünftige Umsetzung der Geschäftsidee zu legen wurde die studentische Beratung hinzugezogen. Hierbei wurden wichtige Meilensteine für die nächsten Schritte gesetzt: Beispielsweise starteten die Studierenden gemeinsam mit einer Teilnehmerin erste Aktivitäten auf dem neuen Instagram Account, um den Bekanntheitsgrad von BJI Startup zu erhöhen. Der professionelle Umgang mit sozialen Medien ist zudem eine wichtige Kompetenz für das jugendliche Startup. Herr Stickel war von der Arbeit der Studierenden sehr begeistert: „Nur Lob für eure gute Expertenarbeit.“

Voller Tatendrang blickt er auf die kommende Zeit: „Ich freue mich auf das Projekt auf Basis eurer Arbeit mit den Jugendlichen und glaube es hat sehr viel Potential. […] Wenn wir die einzelnen Schritte von Ihnen beherzigen und der erste Stein ins Rollen kommt, dann sind wir so zuversichtlich wie Sie, dass das Projekt ein Erfolg wird.“

Die Instagram Seite kann unter @bjistartup besucht und geliked werden.



Herr Prof. Dr. Holger Günzel (links) und Jürgen Stickel vom Bürgerhaus Neuburg (rechts) bei der Übergabe der Bescheinigung für die an den Workshops teilnehmenden Jugendlichen. Bildrechte: Bürgerhaus Neuburg

Automatisch sauber!

In Zusammenarbeit mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) haben Studierende der Hochschule München im Rahmen des Co-Innovation Lab einen Business Case entwickelt, um die manuelle Reinigung von mobilen Abfallpressen zu automatisieren.

Mobile Abfallpressen sind aus den deutschen Abfallwirtschaftsbetrieben nicht mehr wegzudenken. Sie werden nicht nur an Wertstoffhöfen, sondern auch zu Großevents wie dem Oktoberfest eingesetzt. Der Vorteil dieser Pressen ist, dass Abfälle und Wertstoffe effizienter verdichtet werden können. Durch die Platzersparnis bei der Lagerung und Transport kann eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Entsorgung ermöglicht werden.

Im Rahmen des Projektes kooperierte das Beratungsteam des Co-Innovation Lab der Hochschule München mit “Kea Robotics” . Das Startup der Technischen Universität München (TUM) hat sich auf die Entwicklung von modularen Robotern spezialisiert. Eine Automatisierung des Reinigungsprozesses würde die Mitarbeiter des Entsorgungsdienstleisters AWM entlasten, da der Roboter die manuelle, sich wiederholende und körperlich anstrengende Reinigung mithilfe eines Hochdruckreinigers übernehmen würde.

Gerald Stutz (Leiter Innovationen und Projekte bei AWM) zeigte sich überaus zufrieden über die Zusammenarbeit mit dem Co-Innovation Lab und den erarbeiteten Ergebnissen des Projekts: „Technische, organisatorische sowie betriebswirtschaftliche Aspekte wurden intensiv beleuchtet. Dadurch stellt das Arbeitsergebnis eine gute Grundlage für weitere Planungen in diesem Bereich dar.

In Zusammenarbeit mit Gerald Stutz und Roman Hölzl (Mitgründer & Geschäftsführer von Kea Robotics), erstellten die drei studentischen Berater des Co-Innovation Lab Amel Fazlovic, Philipp Rathke und Florian Zinsbacher – mit Coaching von Prof. Holger Günzel – eine Entscheidungsvorlage, das AWM aufzeigt, ob die Roboter für den Einsatz im Reinigungsprozess geeignet sind. Die Entscheidungsvorlage bestätigte eine grundsätzliche technische Umsetzbarkeit und zeigt finanzielle Kostenvorteile auf, welche durch die Automatisierung des Prozesses erzielt werden können.

Rechtsanwaltskanzlei 4.0: Vom Digital Learner zum Digitalisierungsexperten

Studentische Berater des Co-Innovation Lab der Hochschule München ermitteln den digitalen Status quo der Haidl Funk Rechtsanwälte GbR anhand eines eigens entwickelten Reifegradmodells und leiten Handlungsempfehlungen für eine optimale Zukunftsausrichtung der Rechtsanwaltskanzlei ab.

Megatrend Digitalisierung als Treiber für Veränderungen
Die Digitalisierung nimmt in allen Industrien, Unternehmen und Organisationen einen immer höheren Stellenwert ein – so auch im Rechtsbereich. Der Einsatz von LegalTech, die elektronische Akte und die Auswirkungen des E-Justice, elektronischen Rechtsverkehrs, werden insbesondere in Zeiten der Covid-19-Pandemie in der Branche mehr denn je diskutiert. Auch die Haidl Funk Rechtsanwälte GbR in Ingolstadt, nimmt die zunehmende Relevanz des Megatrends und den daraus hervorgehenden Handlungsbedarf verstärkt wahr. Um den digitalen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die studentischen Berater des Co-Innovation Lab mit der Zielstellung beauftragt, den digitalen Reifegrad der Kanzlei zu ermitteln sowie Handlungsempfehlungen für eine optimale Zukunftsausrichtung der Rechtsanwaltskanzlei, wie etwa durch die Digitalisierung der Mandantenkommunikation, auszuarbeiten.

Digitales Reifegradmodell für Anwaltskanzleien erstellt durch das Beraterteam des Co-Innovation Lab

Berater ebnen Rechtsanwaltskanzlei den Weg zum Digitalisierungsexperten
Für die Bestimmung des digitalen Status quo der Rechtsanwaltskanzlei wendeten die drei Masterstudierenden des Studiengangs Applied Business Innovation – Yvonne Gutmann, Sarah Heimerl und Manuel Steinwand mit Coaching von Prof. Dr. Holger Günzel ein digitales Reifegradmodel für Rechtsanwaltskanzleien an.

Das Reifegradmodell wurde von den Studierenden entwickelt und speziell auf die Charakteristika des Rechtswesens zugeschnitten. Mittels der Definition von acht Betrachtungsdimensionen und vier Reifegradebenen war es den Beratern des Co-Innovation Lab möglich eine realistische Einordung der Haidl Funk Rechtsanwälte GbR durch ein Self-Assessment vorzunehmen. „Die Zusammenarbeit mit dem Co-Innovation Lab war ein voller Erfolg und für die Kanzlei sehr gewinnbringend“, betonte der Auftraggeber, Dr. Haidl. Die Ergebnisauswertung, welche die auftraggebende Kanzlei als Digital Learner der zweiten Reifegradebene auswies, wurde durch eine Benchmark-Analyse ergänzt. So konnte der digitale Reifegrad der Rechtsanwaltskanzlei mit ausgewählten Wettbewerbern verglichen werden.

Zur Schließung der identifizierten Digitalisierungslücken wurden abschließend Handlungsempfehlungen ausgesprochen, welche der Rechtsanwaltskanzlei den Weg zum Digitalisierungsexperten ebnen. Der Auftraggeber, Dr. Haidl, zeigte sich äußerst zufrieden mit den Ergebnissen des Projektes und entschied sich dazu die Empfehlungen des Beraterteams bereits im nächsten Quartal umzusetzen: „Das Projektteam hat auf ebenso sympathische wie kompetente Weise eine klare Bestandsanalyse und darauf aufbauend einen umfassenden Lösungsansatz präsentiert, der sich bereits in der Umsetzung befindet. Kurzum: eine uneingeschränkt tolle Leistung!

Virtuelle Abschlusspräsentation (v.l.n.r. 1. Reihe: S. Heimerl (HM), M. Steinwand (HM); 2. Reihe: Y. Gutmann (HM), Dr. H. Günzel (HM); 3. Reihe: Dr. H. Haidl & Kollegen (Haidl Funk Rechtsanwälte GbR)

Wie man als Selbstständiger zu seiner digitalen Marketingstrategie findet

Ein Co-Innovation-Lab-Beraterteam bestehend aus drei Student*innen der Hochschule München berät das Münchner Start-Up FacesOfMunich in seinen Marketingbelangen. Doch bereits zu Beginn ist klar: Erfolgreiches Marketing besteht nicht nur aus einer Summe von Einzelteilen, sondern bedarf einem strategischen, strukturierten Ansatz, bei dem es sich lohnt, zunächst einen Schritt zurückzugehen.

Rebekah Ortquist, Philipp Kretz, Anna Freihuber, Kathya Garcia, Prof. Holger Günzel und Nicoleta Danu bei der virtuellen Abschlusspräsentation des Beratungsprojekts

Die Möglichkeiten, die insbesondere das digitale Marketing mit sich bringt, sind ausgesprochen vielseitig. Beinahe täglich kommen neue Möglichkeiten und Plattformen hinzu. Auch im digitalen Marketing gilt jedoch: Qualität vor Quantität! Insbesondere für ein inhabergeführtes Start-Up, bei dem die Ressourcen naturgemäß knapp sind, besteht die Gefahr sich verleiten zu lassen, zu vieles auf einmal zu tun. Zu den Zielen des Beraterteams gehörte daher auch ein Konzept zu erarbeiten, welches das Erreichen von Geschäftszielen ermöglicht, aber gleichzeitig den Workload reduziert.

Digitales Marketing – sind das nur hübsche Bilder und flotte Sprüche, oder steckt da mehr dahinter?
Die Corona-Krise macht eines klar: Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Für FacesOfMunich steckt darin eine große Chance, denn digitale Assets wie Videos, Fotos und Visibilität in den sozialen Netzwerken sind gefragter denn je. Doch im Umkehrschluss verlagert sich auch der Konkurrenzkampf mehr und mehr in die digitale Welt. Responsives Webdesign, knackige Texte, professionelle Medien: Das allein reicht heute nicht mehr aus. Erfolgskritisch ist ein strategischer Einsatz der diversen Instrumente. Kunden möchten dort abgeholt werden, wo sie sind. Das Unternehmen muss die Probleme seiner Kunden mindestens so gut wie diese selbst kennen, um relevanten Lösungen anbieten zu können, und vom Kunden überhaupt wahrgenommen zu werden. Dies und vieles mehr sind die Herausforderungen des modernen Marketings. Eine enge Verzahnung von Marketing- und Unternehmensstrategie ist daher unabdingbar. Genau hier setzte das Beraterteam um die Unternehmensgründerin Nicoleta Danu an: Wie können die vielen guten Ideen der Gründerin in ein stringentes, auf die Unternehmensziele abgestimmtes Konzept gebracht werden?

Gemeinsam zurück auf Los: Wofür steht FacesOfMunich?
Erst wenn alle Komponenten des Business-Plans aufeinander abgestimmt sind, ist das Entwerfen einer strukturierten, erfolgsversprechenden Marketingstrategie sinnvoll. Daher wurden während der elfwöchigen Beratungsphase zunächst alle Aspekte des Geschäftsmodells hinterfragt. Von einem Mission Statement, das klar definiert, wofür das Unternehmen eigentlich steht, bis hin zu einer kritischen Analyse der angebotenen Produkte und ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg: Jeder Stein wurde umgedreht, jeder Aspekt des Geschäftsmodell diskutiert und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Die Gründerin und Geschäftsführerin Nicoleta Danu zeigt sich abschließend zufrieden: „Die finale Präsentation und die daraus resultierenden Action-Items führten zu einer kontinuierlichen Verbesserung meiner Geschäftsprozesse. Ich habe mich stets abgeholt gefühlt und meine Wünsche, Fragen und Anregungen wurden immer kompetent und umfassend bearbeitet.“

Die digitale Marketingstrategie des jungen Unternehmens fußt nun auf wenigen, aber dafür zentralen Elementen mit einer großer Hebelwirkung, die alle auf die im Business Transformation Plan erarbeiteten Prioritäten abgestimmt sind. Dazu wurden zur operativen Strukturierung passende IT-Tools ausgewählt. Damit wurden wichtige Grundvoraussetzungen geschaffen und der Weg für den weiteren Unternehmenserfolg geebnet.

Absatzprognose für Start-up CHOICEMINER entwickelt

Die Erstellung einer Absatzprognose für Start-ups ist wegen der typischen Unsicherheiten meist mit großen Herausforderungen verbunden. Ein Team der Hochschule München hat nun gezeigt, wie es gelingen kann.

Das Projektteam online (v.l.n.r 1. Reihe: M. Ewald (HM), M. Greiner (HM); 2. Reihe: O. Enaimoni (HM), M.
Fritsch (CHOICEMINER)

CHOICEMINER bietet seinen Kunden ein cloud-basiertes Entscheidungsmanagementsystem an. Dieses besteht aus Entscheidungsvorlagen, einem Stakeholdermanagement und einem Archiv. Kunden profitieren von einer beschleunigten Entscheidungsvorbereitung, weil ein Großteil der benötigten Grundlagen bereits ausgearbeitet vorliegen. Die Qualität der Entscheidungen steigt zugleich erheblich, denn die Vorlagen werden mittels KI nach jeder Nutzung optimiert. Dieselbe KI unterstützt auch bei der Erstellung neuer Vorlagen. Bei Projektstart befand sich das Unternehmen noch in einer frühen Phase, in der die Lösung noch nicht für Kunden verfügbar war. Aus diesem Grund lagen auch noch keine Absatzkennzahlen vor.

Die Erstellung einer validen Absatzprognose ist für jedes Start-up ein kritisches Element des Unternehmenserfolgs. Sie dient den Investoren als Grundlage für die Unternehmensbewertung und dem eigenen Finanzwesen z.B. für die Cash-Flow-Planung. Diese Prognose ist jedoch mit großen Unsicherheiten behaftet, denn die meisten Start-ups haben noch keine Erfahrungswerte bezüglich der Marktakzeptanz ihrer Produkte und Preise.

Das studentische Team des Co-Innovation Lab konnte nun aufzeigen, dass Stakeholder durch die Nutzung der CHOICEMINER-Plattform im Durchschnitt 41% des Zeitaufwandes für Entscheidungen einsparen können. Neben den Entscheidungsvorlagen hilft dabei auch die vereinfachte Einbindung von Stakeholdern mittels Umfragen, die – gerade in einer Pandemie wichtiges – asynchrones Entscheiden ermöglicht. Anders als in vielen anderen Fällen konnte der Nutzen hier gut quantifiziert und in ein monetäres Äquivalent umgerechnet werden. Dieses bildete die Basis einer Preisstrategie für verschiedene Zielgruppen. Kombiniert mit statistischen Daten und einer Wettbewerbsanalyse konnte daraus schließlich eine glaubhafte Absatzprognose erstellt werden.

Der Inhaber von CHOICEMINER, Michael Fritsch, ist von dem Ergebnis mehr als überzeugt. “In vielen Punkten wurden Annahmen bestätigt, die wir vorher schon sahen. Die Belastbarkeit der Werte ist aber durch das systematische Vorgehen der StudentInnen deutlich gestiegen. Im Projekt hat uns die Einsatzbereitschaft des Teams absolut überzeugt.”

Die Mitglieder des Teams, Omena Enaimoni, Marlon Ewald und Maximilian Greiner, kommen zu einer ähnlichen Einschätzung: “Wir konnten den Nutzen von CHOICEMINER über verschiedene Unternehmensgrößen hinweg für unterschiedliche Arten von Entscheidungen quantifizieren. Eine Absatzprognose mit Hilfe einer nutzenbasierten Preisstrategie zu erstellen hat den Vorteil, dass dies auch ohne Referenzwerte gelingt. Der anschließende Benchmark gegen die wenigen am Markt befindlichen Mitbewerber hat unsere Ergebnisse bestätigt.”

Der betreuende Prof. Dr. Günzel sieht Vorteile für Unternehmen und Studierende dieser Art von Projekt: „Studentinnen und Studenten können sich praxisnah in ein Thema vertiefen und weisen meist eine steile Lernkurve auf. Das Unternehmen profitiert von der wissenschaftlichen Gründlichkeit eines Lehrbetriebs, die im Alltag der meisten Unternehmen aus Zeitgründen nicht geleistet werden kann.“

Wie werden modulare Roboter verkauft?

Viele kennen bereits Schweißroboter aus der Automobilfertigung – teure, komplexe und nur von Experten bedienbare Maschinen. Digitalisierung und modulare Robotik können aber auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für eine höhere Automatisierung und Flexibilität in der Fertigung sorgen. Diese Kundengruppe möchte die Ausgründung der TUM “Kea Robotics” mit seinen modularen Robotern ansprechen. Ein Team des Co-Innovation Lab hat dafür ein passendes Konzept zur Neukundenakquise erstellt.

Projektteam Online (v.o.: Alex Doneyer, Luis Hoppe, Amina Saïd, Roman Hölzl)

Im Rahmen eines studentischen Beratungsprojektes des Co-Innovation Labs der Hochschule München entwickelte ein interdisziplinäres Team ein ganzheitliches Konzept zur Akquise von Neukunden für das Münchner Startup Kea Robotics (www.kea-robotics.de). Ziel von Roman Hölzl (Mitgründer & Geschäftsführer von Kea Robotics) ist es, die interessantesten Branchen und Kundenbereiche zu lokalisieren und durch spezifische Akquiseunterlagen bestmöglich anzusprechen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherstellung der Praxistauglichkeit gelegt, indem die entwickelten Unterlagen mit potentiellen Kunden evaluiert wurden und das Kundenfeedback in die Weiterentwicklung eingeflossen ist.

Roman Hölzl zeigte sich äußerst zufrieden mit den Ergebnissen: „Kea Robotics ist von der Zusammenarbeit mit dem Co-Innovation Lab der Hochschule München begeistert. Gemeinsam konnten Potenziale für die Weiterentwicklung sowie Verbesserung unseres Akquisekonzepts in einer vernetzen und automatisierten Welt erarbeitet und erste Schritte live auf der Website getestet werden.“ Das Münchner Startup wurde in der Lage versetzt, passende Kunden noch individueller anzusprechen und vom Mehrwert ihres Produkts zu überzeugen.

Das Beraterteam bestand aus Studierenden der Masterstudiengänge Digitial Technology Entrepreneurship (Amina Said, Alexander Doneyer) und Applied Business Innovation (Luis Hoppe) und deren Coach Prof. Dr. Holger Günzel von der Hochschule München.

Altglascontainer mit smarter Zukunft

Sie stehen oft in kleinen, dunklen Hütten oder sehr unscheinbar in der Nähe von Einkaufszentren. Sie gehören auch nicht unbedingt zu den Gegenständen, die in Verbindung mit Forschung oder dem Thema smarte Technologien gebracht werden: Altglascontainer. Dennoch hat sich ein Studierendenteam im Sommersemester 2020 im Rahmen des Co-Innovation Lab, ein übergreifendes Konzept für Innovationsprojekte von Studierenden mit Unternehmen, der Hochschule München mit diesen „unauffälligen Behältern“ intensiv beschäftigt.

Unternehmenspartner des Co-Innovation Lab für dieses Projekt ist das Münchner Startup LIV-T (nun FoxInsights). Das LIV-T-Team arbeitet an der Entwicklung von IoT-Sensoren für Altglascontainer, die die Logistik der Abfallentsorgungsunternehmen ins digitale Zeitalter bringen soll. Warum ist dies notwendig? Die zur Sammlung von Altglas aufgestellten Behältnisse werden in der Regel nach einem festgelegten Rhythmus geleert. Ist der Container jedoch bereits vor dem Termin voll, ärgert sich der umweltbewusste Nutzer und nimmt sein Altglas im Idealfall wieder mit nach Hause. Andere stellen die Gläser neben den Container. Das wiederum ärgert das Entsorgungsunternehmen. Nicht volle Container sind ebenso unerwünscht, da das Unternehmen sich diese Fahrt hätte sparen können. Das bisherige System ist teuer, ineffektiv und schlecht für die Umwelt. Durch den Einsatz von Füllstand-Sensoren in den Glascontainern kann die Füllhöhe in Echtzeit an das Abfallunternehmen gesendet werden, die Unternehmen können dann bequem die Daten per Webseite oder App in einem speziell entwickelten Interface abrufen. So können Routen automatisch optimiertet werden und unnötige Fahrten werden vermieden. Das steigert die Effizienz, spart Geld und schont die Umwelt.

Die Teilnehmer des Co-Innovation -Projektes bei der Abschlusspräsentation

Die Idee, dass auch Altglascontainer in baldiger Zukunft ein smartes Innenleben haben, rückte für das internationale Studierendenteam der Hochschule München Luisa Brück, Emanuel Joachims, David Fritschi, Thomas Lucero, Miro Sytelä und Jasemin Soganci in den Mittelpunkt ihrer praxisorientierten Ausbildung. Das Startup LIV-T stellte den Studenten im Rahmen des Co-Innovation Lab die konkrete Aufgabe, eine Markteintrittsstrategie zu erarbeiten. Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Lars Brehm und Prof. Martin Delp, die das Projekt organisiert und von Seiten der Hochschule betreut hatten. Valentin Geiß, Marlene Piper und Sylvia Kerscher standen dem sechsköpfigen Studententeam auf Kundenseite zur Verfügung.

Um herauszufinden, was die potentiellen Entsorgungs-Kunden möchten und welche Probleme sie haben, führten die Studenten Experteninterviews mit großen deutschen Abfallunternehmen durch. Zusätzlich erstellten sie eine Markt- und Konkurrenzanalyse, um die Attraktivität des Marktes abzuschätzen und eine Markteintrittsstrategie zu entwickeln, die sich von den anderen Unternehmen im Markt differenziert. Aus den Erkenntnissen der Interviews wurde ein Pitchdeck für LIV-T und ein Prototyp des Interfaces entwickelt. Die Studenten nutzten zur Entwicklung und Darstellung ihrer Lösungsansätze und Ideen die Amazon Working Backwards Methode zur Entwicklung kundenzentrierter Lösung. Dabei wurden sie von Lars Schmitz von Amazon Web Services unterstützt.

„Durch das methodische Vorgehen und die strukturierte Arbeitsweise der Studenten war das Projekt ein voller Erfolg. Die Ergebnisse waren gut aufbereitet und werden als Basis für die Umsetzung eines neuen Use-Cases bei uns genutzt.“, fasste LIV-T die Arbeit des Studententeams zusammen. LIV-T möchte weiter an dem Use Case arbeiten und die Idee konkretisieren, um sie dann eventuell umzusetzen.

Für weitere Informationen über das Co-Innovation Lab, das Digital Transformation Lab (DTLab), die Hochschule und das Partner-Unternehmen:

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Attraktivität internationaler Märkte strategisch beurteilen

Drei Studierende des Co-Innovation Lab der Hochschule München erarbeiten für das Energy Start-up gridX GmbH eine Methode zur Beurteilung der Attraktivität internationaler Märkte und identifizieren damit die Top 3 Märkte für deren Internationalisierungsstrategie.

Auch die Abschlusspräsentation wurde im Sommersemester 2020 virtuell durchgeführt (v.l.n.r 1.Reihe: S. Otto (gridX), K. Schmidt (HM); 2. Reihe: H. Günzel (HM), D. Balensiefen (gridX), T. Steinmetz (gridX), T. Mayer (HM))

Der Verkauf von Elektroautos boomt weltweit. So wurden in Deutschland im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr 50 Prozent mehr Elektroautos verkauft. Auch Frankreich verzeichnete ein Plus von 35 Prozent und in den Niederlanden wurden ein beeindruckendes Wachstum von 150 Prozent notiert (Quelle: Center of Automotive Management). Entsprechend nachgefragt sind Lösungen von Unternehmen im Bereich Smart Charging. Dabei handelt es sich um Lösungen zum Laden von Elektroautos, welche die vorhandene Netzkapazität intelligent nutzen und verteilen.

Ein Beispiel hierfür ist die gridX GmbH mit Standorten in Aachen und München. Das 2016 gegründete Startup unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung der Energieinfrastruktur. Mit ihrer gridX SmartCharging-Lösung bietet sie eine Lösung, mit der Unternehmen eine intelligente Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge implementieren können. Mithilfe von intelligentem, d.h. lokalem und dynamischen Lademanagement können teure Stromrechnungen und der Ausbau der Energieinfrastruktur verhindert werden. Für die geplante Internationalisierung steht das Start-up vor der Herausforderung, die attraktivsten Märkte für ihr Produkt zu identifizieren.

Berater entwickeln individuellen Market Attractivity Index

Hierfür erarbeitete das dreiköpfige Beratungsteam mit Tobias Irrgang (Digital Technology Entrepreneurship), Konstantin Schmidt und Thomas Mayer (beide Applied Business Innovation) unter dem Coaching von Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel für gridX eine Methode zur strategischen Evaluierung internationaler Märkte. Mit dieser kann anhand sieben gewichteter Kategorien ein Market Attractivity Index für jedes Land berechnet werden. Das abgeleitete Länderranking identifiziert die Märkte, die die höchste Marktattraktivität für die gridX SmartCharging Lösung aufweisen. Für diese Länder wurden abschließend Handlungsempfehlungen für den Markteintritt erstellt.

Tim Steinmetz, Chief Growth Officer bei gridX GmbH, fasst am Projektende zusammen: “Wir waren von Anfang an überzeugt von der Arbeit des Beratungsteams. Sie gingen sehr strukturiert und professionell vor. Sie arbeiteten sich schnell in unser komplexes Produkt und die Marktgegebenheiten ein und lieferten uns wertvolle Ergebnisse, die als Grundlage für unsere anstehende Internationalisierung dienen.”