InSite – Seeing how a museum feels

Im Rahmen des Co-Innovation Lab der Hochschule München haben zehn Master- und Bachelorstudierende aus den Fakultäten BWL & IT im Sommersemester 2021 für das Museum of London (MoL) ein Konzept für ein datengetriebenes Facility Management entwickelt und umgesetzt.

Das Projektteam bei einer virtuellen SPRINT Review Session im Juni 2021 (v.l.n.r. 1. Reihe: Christof Huber – Team Developer (IT), Felix Volz – Team Product Owner, Philip Pastuschka – Team Developer (IT), Svitlana Kögel – Team Scrum Master; 2. Reihe: Maximilian Fitzenwenger Quintero – Team Developer (BWL), Dennis Pschibul – Team Developer (IT), Johannes Schwarz – Team Developer (BWL), Terea Auerbach – Team Developer (IT); 3. Reihe: Anuujin Munkhjargal – Team Developer (BWL), Niklas Biesold – Team Developer (BWL)) – Bild: Felix Volz

Abhängigkeiten auflösen

Das Museum of London dokumentiert die Geschichte der britischen Hauptstadt von der Prähistorie bis zur Neuzeit. In einer Vielzahl von Galerien über die Etagen des Gebäudes werden verschiedene Exponate gezeigt, die zu jeder Zeit bestimmte konstante Umgebungsbedingungen benötigen, von denen nicht abgewichen werden sollte. Wenn Fehler auftreten sollte der Facility Manager (FM) so schnell wie möglich reagieren.

Die Identifizierung und Lokalisierung von Problemen nahm enorm viel Zeit in Anspruch und machte das Museum abhängig von einem externen Dienstleister, der auf die Daten, die im Gebäude erhoben wurden zugreifen konnte, was allerdings den Prozess weder beschleunigte noch nachhaltig machte.

Die zentrale Aufgabe lag darin, die bestehenden Gebäudedaten auf einer Plattform so zu integrieren und visualisieren, dass der Facility Manager direkt mit dieser einen zentralisierten, transparenten und detaillierten Einblick in die Gebäudedaten erhält, um ein besseres Verständnis über das Gebäude zu erhalten und sowohl schneller als auch selbständiger auf jegliche Veränderungen reagieren zu können.

Echte Mehrwerte schaffen

Dazu wandte sich das Museum of London, vertreten durch Steve Watson (Client & Technical Lead, MoL) und John Iaciofano (Customer & Facility Manager, MoL), an das Co-Innovation Lab der Hochschule München. Das zehnköpfige Projektteam wurde dabei von Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel und Prof. Dr. Lars Brehm (beide MUAS – Lecturer), den Coaches Hans-Jürgen Haak (MUAS – Coach) und Lars Schmitz (Amazon – Coach), und dem Doktoranten Maximilian Günzel (MUAS – SME) unterstützt.

Kundenzufriedenheit auf allen Ebenen

Steve Watson bewertet das Engagement des Co-Innovation Labs folgendermaßen: „Das Projektteam ist für das Museum of London den ersten Schritt gegangen, um unsere Gebäudedaten für uns nachvollziehbar zu machen, und mehr datengesteuerte Entscheidungen zu ermöglichen. Technische, organisatorische sowie betriebswirtschaftliche Aspekte wurden beleuchtet. Dadurch stellt das Arbeitsergebnis eine gute Grundlage für weitere Planungen in diesem Bereich dar.“


Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München:

Mit dem SurveySolver Online-Umfragen schnell, akkurat und kostensparend auswerten

Die durch Studierende am Co-Innovation Lab der Hochschule München gemeinsam mitentwickelte Software “SurveySolver” unterstützt Bürgerbeteiligungsprozesse von Green City Experience (GCX) und macht so Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu einer Priorität bei kommunalen Entscheidungsträgern.

GCX führt Online-Bürgerbefragungen durch, um große Organisationen, insbesondere Kommunen dabei zu begleiten, klimafreundliche Stadtentwicklung im Sinne der Bevölkerung umzusetzen. Durch Umfragen und Bürgerräte in Gemeinden oder Kommunen identifiziert GCX die Bedürfnisse und Wünsche von Bürger:innen und sammelt Anregungen zur Stadtentwicklung. Damit soll eine Basis geschaffen werden, um politische Projekte im Bürgersinne mit einem besonderen Augenmerk auf Klimaschutz umzusetzen.

Mit dem SurveySolver hat das interdisziplinäre Team, bestehend aus Studierenden der Fachbereiche Informatik, BWL und Design ein Tool entwickelt, dass es Marianne Pfaffinger – Leiterin des Bereichs Partizipation bei GCX – und ihren Mitarbeiter:innen erleichtert, Textantworten bei Bürgerbefragungen zu clustern und nach ihrer Auswertung übersichtlich darzustellen.

“Es ist erstaunlich was ihr in der kurzen Zeit bereits alles erreicht habt. Die Ergebnisse zeigen mir und meinem Team, dass der Auswertungsprozess unserer qualitativen Befragungen in Zukunft deutlich vereinfacht wird. Mit dem SurveySolver sparen wir Zeit und Personalressourcen, die anderen Klimaschutzprojekten zu Gute kommen .”  – Green City Experience GmbH, Pia Bolkart

Die Studierenden sind stolz, mit diesem Projekt einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und eine bessere Umsetzung von Klimaschutzprojekten zu leisten. Durch den Rahmen des Co-Innovation Lab konnten Julia Horvat (Project Owner), Cindy Hilbig (Scrum Master), Wolfram Barth, Florian Breuer, Hubert Fuchs, Bettina Nuscheler, Amadeus Schmid, Lucia Thomas, Andreas Urlberger und Michael Vogginger (Developer) in einem kreativen Prozess ein IT-Projekt durchführen, wobei Methoden wie Working Backwards und SCRUM praktisch erlernt wurden. Zudem konnten die Herausforderungen als Consultant in einem SCRUM Projekt kennengelernt und erlebt werden. Unterstützt wurden dieser Prozess insbesondere durch Hans-Jürgen Haak sowie zusätzlich von Prof. Dr. Lars Brehm (Fakultät für Betriebswirtschaft), Prof. Dr. Holger Günzel ( Fakultät für Betriebswirtschaft), Prof. Dr. Johannes Ebke ( Fakultät für Informatik und Mathematik) und Lars Schmitz (Digital Innovation Lead, Amazon Web Services).


Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München:

Mit BEMS zur Berechnung entstehender CO₂-Äquivalente bei Flugreisen

Studierende des Co-Innovation Lab entwickeln Software für die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) in Bayern. Das Bavarian Emission Measurement System (BEMS) erfasst Flugreisen der unmittelbaren Staatsverwaltung und berechnet automatisch die entstandenen CO₂-Äquivalente. BEMS schafft damit die Voraussetzung für eine anschließende Kompensation von Flugreisen.

Das Kernergebnis des Projektes: Eine intuitive Eingabemaske für Flugreisen, die automatisch entstandene CO2-Äquivalente berechnet (eigene Darstellung des Projektteams).

Klimaschutz ist im Alltag der unmittelbaren Staatsverwaltung angekommen

Die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) setzt derzeit einen Ministerratsbeschluss um, nachdem ab 2020 die durch dienstliche Flugreisen der unmittelbaren Staatsverwaltung entstandenen CO₂-Äquivalente kompensiert werden müssen. Die Initiative ist Teil der Umsetzung des Bayerischen Klimaschutzgesetzes, nachdem Bayern bis 2040 klimaneutral sein soll.

Komplizierte Prozesse erschweren Arbeit der LENK – die Kooperation mit dem Co-Innovation Lab hilft

In Ermangelung eines automatisierten Erfassungstools entschied sich die LENK, Flugreisen über standardisierte Excel-Tabellen bei den einzelnen Ressorts abzufragen, um sie hinterher in der LENK zusammenzuführen und anschließend Flugkilometer sowie angefallene Emissionen zu berechnen. Da dieser Prozess keine Dauerlösung sein kann, ging die LENK eine Kooperation mit dem Co-Innovation Lab der Hochschule München ein. Im Rahmen des Projektes arbeitete das elfköpfige Team aus Studierenden der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik eng mit ihren Coaches vom Co-Innovation Lab, Dozenten und Ansprechpartner:innen bei der LENK zusammen.

Co-Innovation Lab entwickelt intuitive Webapplikation zur Flugdatenerfassung

Das Bavarian Emission Measurement System (BEMS) erleichtert den Beschäftigten der unmittelbaren Staatsverwaltung die Flugeingabe durch eine intuitive Oberfläche und eine Schritt-für-Schritt Begleitung durch den Eingabeprozess. Eine Kontrollfunktion verhindert dabei, dass Eingabefehler entstehen. Eine zentrale Arbeitserleichterung bietet hierbei auch die Export- und Importfunktion, die es ermöglicht, auch mehrere Flugreisen auf einmal im System zu speichern. Ein übersichtliches Dashboard erleichtert die Datenauswertung für die einzelnen Ressorts und die LENK. Für die LENK bildet die Software durch die landesweite Erfassung der Flugreisen und die automatische Berechnung der entstandenen CO₂-Äquivalente die Grundlage für eine anschließende Kompensation.

Die Landesagentur für Energie und Klimaschutz ist vom Ergebnis überzeugt

Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes sorgte für große Aufmerksamkeit. An der Abschlusspräsentation nahmen nicht nur Personen aus bayerischen Behörden, sondern auch aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und aus der Koordinationsstelle für die Klimaneutrale Bundesbehörde am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit teil.

Die Ansprechpartner:innen der LENK fassen zusammen: „Da die Studierenden den Fortschritt des Tools alle zwei Wochen mit uns besprochen haben, konnten wir im Verlauf der Entwicklung Wünsche äußern und auf offene Punkte hinweisen. Alle waren sehr engagiert dabei und das Ergebnis kann sich sehen lassen: das BEMS vereinfacht die Eingabe der Daten für die zuständigen Reisestellen an den Behörden, die Flugkilometer werden auf der Grundlage der Großkreisdistanzen zwischen den eingegebenen Flughäfen ermittelt und die entstandenen Treibhausgasemissionen automatisch berechnet. Damit erfüllt es alle Voraussetzungen, die wir fachlich an das Erfassungs- und Bilanzierungstool gestellt hatten.“

Virtuelles Teammeeting: Das Projektteam Muhammet Gündeydi, Robin Roth, Elena Laufs, Tamara Camelo-Hintsche, Aleksandar Culafic, Lino Deppe, Markus Laubsch, Muharram Davlatova, Bryan J. Liegsalz, Pascal Severin, Tobias Finsterwalder

Dieses Co-Innovation Lab Projekt wurde in Kooperation mit dem Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München durchgeführt:
Das Digital Transformation Lab (DTLab) der Hochschule München widmet sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Zusammen mit Akteuren im öffentlichen Sektor entwickeln Studierende zukunftsweisende Lösungsansätze. Hierbei werden sie von Amazon Web Services mit state-of-the-art Cloud-Technologien und der Innovationsmethodik Working Backwards unterstützt. Wir leben digitale Transformation.

Weitere Informationen über das Co-Innovation Lab und das Digital Transformation Lab (DTLab) an der Hochschule München: